Freitag, 29. November 2019

WKSA 2019

Ich bin ja bekennender Weihnachts-Fan. Ich liebe Glanz und Glitter. In meiner Fantasie ist Weihnachten friedvoll und fromm, winterlich weiß, seelig und sorglos. Natürlich klafft zwischen meiner Fantasie und der Realität eine große Lücke, aber wünschen - wünschen darf ich mir das schon.💝
Ich mag auch die alljährliche Wiederkehr: Plätzchen backen, Adventskranz binden, die Wohnung schmücken und natürlich - da wären wir nun beim Thema - den WSKA 2019.

Auf vielen Blogs, die beim diesjährigen WKSA mitmachen, habe ich gelesen, dass man eigentlich gar keine Zeit für das gemeinsame Nähen hat. Mir geht es ja genauso. Die Zeit ist knapp, viele andere Dinge sind mega wichtig und müssen bis zum Jahresende unbedingt erledigt sein! Shit happens - ist halt so.
Jedenfalls möchte ich gerne beim diesjährigen WKSA mitmachen und habe mal nachgeschaut, was ich wann für den WKSA genäht habe.

Rückblick und Pläne

  • Ich habe 1000 Ideen und kann mich nur schwer entscheiden
  • Ich weiß schon genau, was ich will, aber mir fehlt noch der Stoff 
  • Ich habe feine Stöffchen, aber noch kein konkretes Projekt

Weihnachten 2018
Nichts - war ein "Scheiß-Jahr". 😔

Weihnachten 2017
Ein Kleid aus der Burda-Moden 12/1998. Ich mag diese Schnittführung unglaublich gerne und habe das Kleid auch gern getragen.


Weihnachten 2016
Da habe ich wohl den WSKA geschwänzt. 😇 Allerdings habe ich mir in dem Jahr ein Weihnachtskleid genäht! Das Kleid finde ich ansich total schön, aber es ist so schwer und auch so steif wie eine Ritterrüstung.
Beim Kleid ließ ich mich vom Titelmodell der Burda-Moden 12/2016 inspirieren.



Weihnachten 2015
Das unvollendete Vogue-Kleid V1312 Lynn Mizono. Inspiriert wurde ich durch die russische Designerin Roksanda. (Die neue Kollektion von Roksanda finde ich übrigens zum Niederknieen schön!)



 
Weihnachten 2014
Eine Rock-/Blusen-Kombination. Beides trage ich immer noch gerne.


Pläne

Für das Weihnachtsfest 2019 ist mal wieder eine Rock-/Blusen-Kombination geplant. Den Rock habe ich gesehen, gesehen, gesehen und vergessen zu atmen. Ok - vielleicht ein bisschen übertrieben. Geatmet habe ich schon, ansonsten könnte ich hier jetzt nicht mehr schreiben. Ich will ja nur deutlich machen, dass ich total begeistert war - sowas von begeistert!

(Bildquelle: Vogue-Magazin)

Der Rock stammt aus der Christian Dior Ready-to-Wear-Fashion-Show 2019.

Als Schnittmuster fungiert das LaForme-Schnittmuster 605.

 (Bildquelle: LaForme)

Den Stoff habe ich bei stoffe.de geordert. Es ist ein Baumwoll-/Polyester-/Elasthan-Gemisch in altgold.

Das Modell möchte ich ein bisschen verändern - etwas alltagstauglicher gestalten. Es ist mir ein bisschen zu viel an Stoff. 😉

Da bauchfrei nicht meine erste Wahl ist, werde ich ein schwarzes Oberteil nähen (oder etwas Vorhandenes aus dem Kleiderschrank nehmen).

Mein ganz großer Dank geht an das Team des MMMs. Ich finde es großartig, dass ihr diesen weihnachtlichen Sew-Along jedes Jahr aufs Neue präsentiert und begleitet. Das ist ganz wundervoll!

Liebe Grüsse
Martina




Mittwoch, 9. Oktober 2019

Monatsrückblick September 2019


The Real Life
Der Monat September 2019 zeichnete sich durch seine grandiose Langeweile aus. Ja, wirklich - ich liebe Langeweile! Ich hasse Stress und Dinge, auf die ich keinen Einfluss nehmen kann. Und das Letztere finde ich tausendmal schlimmer: Warten - zittern - hoffen - fürchterlich! Aber ich bringe mal wieder alles durcheinander. Und - ganz ehrlich - so langweilig war der September dann doch nicht. (Merkt man so im Rückblick. 😉)

Anfang September musste ich mit meiner Katze Cookie zum Tierarzt. Eine große OP stand für das kleine Tier an. Es musste eine Riesen-Geschwulst an den Milchdrüsen entfernt werden. Cookie hat die OP und den Heilungsprozess gut überstanden. Aber es war eine aufregende und schlaflose Zeit. (Bei jedem Mauzen bin ich aus dem Bett gehüpft.)


Das Feier-Highlight im September war das Oktober-Fest auf der HNA-Wiesn. Hollaradijo! Ich bin nicht wirklich der Oktober-Wiesn-Freund. Nein, noch nicht mal annähernd. Aber mein Gatte Hartmut findet es toll, mit seinen Ski-Freunden die "bayerische Seele" rauszulassen! Und ich finde es toll, einen Abend mit meinem gutgelaunten Gatten zu verbringen. Also - eine Win-Win-Situation.


Abgesehen davon kleidet so eine Lederhosen ein Mannsbild ausgesprochen gut!
Ja, ihr seht richtig - auch ich trage Hosen! Bisher ist mir noch kein Dirndl unter die Finger gekommen, dass mir gefallen hat.
Nähen wäre vielleicht eine Alternative. 😀

Im September haben wir kleine Spritztouren mit dem Cabrio unternommen. Besonders gut hat mir das ehemalige Zisterzienserinnen-Kloster Haydau in Altmorschen gefallen. Es wurde von dem Unternehmen B. Braun Melsungen zu einem Tagungshotel umgebaut.




 


Jetzt komme ich noch auf meinen Anfangsabsatz zurück. Ende September wollte Laura mit ihrem Freund Lukas in den wohlverdienten Urlaub fliegen - und zwar - ihr werdet es nicht glauben - mit Bucher-Reisen!
Bucher-Reisen sowie Neckermann waren für mich bis Ende September urdeutsche Touristikunternehmen. Ja, so kann man sich täuschen.

Dass ein Unternehmen Insolvenz beantragt, ist leider nicht ausgeschlossen. Das will ich auch nicht thematisieren. Was mich mächtig aufgeregt hat, ist die Art und Weise wie Thomas Cook vorgegangen ist. Seine Kunden von jetzt auf gleich fallen zu lassen, dass ist wahrlich nicht die feine englische Art.

Laura und Lukas wollten am Sonntag, den 29.09. in den Urlaub starten. Erst am Donnerstagnachmittag bekamen die Kinder die Bestätigung, dass ihre Reise nicht stattfinden wird. Vier unnötige Tage, die wir mit Warten - Zittern - Hoffen verbracht haben. Eine "Scheiß-Situation". (Ich weiß, dass es andere viel schlimmer getroffen hat. Trotzdem habe ich mich sehr geärgert!)
Am Donnerstagabend hatten wir dann das Hotel über einen anderen Anbieter buchen können und am Sonntag ging es für die beiden los. (Ja, ich weiß, dass das für viele auch nicht möglich war und es tut mir für diese Menschen, die sich das ganze Jahr auf ihren Urlaub gefreut haben, ausgesprochen leid.)

Noch am Samstagmorgen sagte meine Tochter zu mir, dass sie sich so gar nicht auf ihren Urlaub freue. Und ganz ehrlich: Ich konnte sie gut verstehen. (Aber jetzt ist alles super! Schöne Anlage, toller Strand und Sonnenschein!)



Nähwelt
Die Westen sind fertig!
Die westen sind fertig!
Die Westen - fertig!
Ich kann es mir gar nicht oft genug sagen: Die Westen sind fertig! (Ok, da ist noch viel Arbeit dran, aber die muss ich nicht mehr machen!) Allerdings unterstütze ich das Nähteam des CCFs so gut ich kann. Ich nähe alles - nur - es darf weder türkis noch lila leuchten.😁


Da ich mit den Westen fertig bin, kann ich mich auch wieder auf meine Kleidung konzentrieren. Ich habe gerade ein Cord-Kleid fertiggestellt, dass ich gar nicht mal so fürchterlich finde.

Des Weiteren habe ich es geschafft, Tragebilder für den MMM Oktober 2019  anzufertigen. Im Juni habe ich diesen Rock genäht.


 


Ich bin ein Riesenfan von Maria Grazia Chiui, der neuen Creativ-Direktorin von Dior. Ihre Resort Collection 2019 mit den Toile de Jouy-Drucken fand ich zum Niederknien. 😍 Pure Inspiration!


Ja, und dann die Riesenfreude: Ich bin dabei!
Ich darf mich auf die anNÄHerung Bielefeld in Januar 2020 freuen. Und Mädels, das tue ich!!! 💖

Nählektüre
Schnittdesign in der Mode: Haute Couture
Zur Hölle mit der Mode

 
Gelesen:
Schuss und Asche - Jana De Leon (Krimimehrteiler und ausgesprochen nett)
Vino Furioso - Carsten Sebastian Henn (Krimimehrteiler mit einem liebenswerten Koch)
Lichtertod - Iris Mueller (Nett, kam aber erst am Schluss in Fahrt)
Vernichtung - David Lagercrantz (💓💓💓 - In vier Abenden war der Krimi zu Ende gelesen und ich todtraurig, dass das Buch zu Ende war.)

Gekauft:
Am Samstag, den 21.09. veranstaltete Frau Seidl von (ehemals) Knopf und Kragen einen kleinen intimen Stoffmarkt. Zweimal jährlich findet dieses Event statt und ich freue mich jedesmal wie "bolle" auf diese Termine. Natürlich ging ich nicht leer nach Hause.😊


Ach ja, Schuhe gab es auch mal wieder. 😇


Ich freue mich auf:
- die Geburtstage
   11.10. = 60 Jahre
   12.10. = 2x50 Jahre - 100 Jahre
   15.10- = Maximilian - eine Tour nach Bochum ist geplant!
   25.10. = noch einmal 60 Jahre
- die Events
   18.10. = Krimidiner in der Orangerie in Kassel
   19.10. = Nähcoaching mit Inge Szoltysik-Sparrer in der Nähzeile Göttingen

...und dass meine Tochter wohlbehalten aus ihrem Urlaub zurückkehrt! 💟

Soderle, das war - in groben Zügen - mein September 2019.

Tschüss,

Martina




Montag, 9. September 2019

Wieso blogge ich eigentlich?

Wieso blogge ich eigentlich bzw. wieso blogge ich eigentlich nicht mehr? Diese Frage habe ich mir Anfang der Woche gestellt, nachdem ich auf dem Blog Langsame Schildkröte einen Monatsrückblick gelesen habe. Plötzlich wurde mir klar, dass ich - anfangs - das Bloggen als persönliches Tagebuch genutzt habe. Ok, mehr als Nähtagebuch. Ich fing bei den Hobbyschneidern mit dem Bloggen an. Ich wollte nicht nur von dem Wissen und den Inspirationen von anderen providieren, sondern auch meinen kleinen Beitrag zur Nähcommunity liefern. Nach einiger Zeit bin ich dann in die "richtige Bloggerszene" eingestiegen. Das war auch total cool. Die Möglichkeiten des gemeinsamen Nähens - weit über meine Ortsgrenzen hinaus - oder die übersprudelnde Kreativität der Hobbyschneiderinnen sind/waren einfach nur gigantisch. Ganz angetan bin/war ich von den daraus entstandenen realen Treffen mit den Hobbyschneiderinnen - ein Traum! (Auf diesen Traum möchte ich auch nicht mehr verzichten und freue mich unsagbar auf die anNÄHerung Süd. Ich zähle schon die Tage! Apropos: Gibt es im nächsten Jahr die anNÄHerung 2020 in Bielefeld?)

Ja, und dann kam Instagram. Super! Gerade für mich Nichtgerneschreiber. Schnell ein Bild geschossen und ab in das Netz - jippieheije! Die Likes folgenden prompt. Bloggen war altbacken und uncool- Instagram war hip! Allerdings merkte ich, dass die schöne heile Glamour-Welt bei Instagram ganz schön trügerisch ist. Die - mal eben schnell - geschossenen Fotos wurden bearbeitet was das App-Repertoire hergibt. Aber das will und wollte ich nicht! Das ist nicht mein Ding! So komisch es sich auch anhört, ich bin sehr zufrieden mit meinem Alter und meinen Leben. Warum sollte ich das Retuschieren?

Des Weiteren fühlte ich mich durch Instagram und seine Likes gestresst. Ich bin nicht so der Vielnäher - ich bin eher der Genuss-Näher. (Mich befriedigt der Prozess des Entstehens - das allmähliche stetige Wachsen!) Darum habe ich auch einen relativen niedrigen Output und desterwegen wenig Instagram-Beiträge. Im Grunde vollkommen okay, aber...
- Man könnte ja schnell ein Bild machen
- Man könnte ja schnell einen Text schreiben
- Man könnte ja schnell die Hastags heraussuchen
- Man müsste diesen tollen Sonnenuntergang posten
- Man müsste dieses tolle Outfit dokumentieren (aber erst einmal bügeln)
- Und für dieses eine Bild bekommst du mindestens 1.000.000 Likes!
Das stresst mich! Und ich wollte niemals bloggen oder instagrammen, um mich zusätzlich noch zu stessen. Dafür habe ich mein reales Leben!

Jetzt komme ich auf meine Anfangsfrage zurück: Warum blogge ich? Ich möchte wieder etwas an die Nähcommunity zurückgeben - klar, aber ich möchte vor allem mir etwas zurückgeben! Gedanken, Ideen, Erinnerungen. Das wurde mir sehr eindringlich bewusst, als ich den Monatsrückblick von Langsame Schildkröte gelesen habe. Ja, das möchte ich. Das ist eine schöne Vorstellung.

Monatsrückblick August 2019

The Real Life
Anfang August weilten Laura, Hartmut und ich auf Kreta im Creta Maris Beach-Hotel. Es war faulenzen par exellence angesagt. NICHTSTUN - aber das ausgiebig!




Ende August stand für Hartmut und mich sowie zwei Freunden ein Kurztrip nach Südtirol an. Konstanz, Innsbruck, Meran, Bozen und 3 Tage Bardolino am Gardasee.

 Konstanz - Abendstimmung Allensbach

 Timmelsjoch

 
 Sella Ronda - Sellajoch







 
Bardolino - Hotel Alla Riviera



Dazwischen musste ich meinem Bürokram erledigen.
Das größte Highlight im August war die Einweihung unserer Dachterrasse.



Nähwelt
Eine Bluse habe ich geschafft und zwar das Cuff Top von The Assemblyline aus einem Tencel. Beides habe ich im Online-Shop von Juni-Design gekauft.


Seit Wochen werkele ich an einem Hemdblusenkleid. Allerdings ist das nur ein Nebenschauplatz. Meine derzeitige Nähwelt besteht aus Westen - WESTEN- westen - WeStEn- westeN - wesTen. 30 Stück!

Nählektüre:




Dior Catwalk: The Complete Collections
Chanel Catwalk: The Complete Karl Lagerfeld Collections

Gehört
Die drei ???: Feuriges Auge (Folge 200)

Gelesen
Madame le Commissaire und der tote Liebhaber - Pierre Martin
Jubilate! - Johanna Alba
Guglhupf-Geschwader - Rita Falk

Gesehen
König der Löwen im Original mit griechischen Untertitel - im Open-Air-Kino des Creta-Maris-Beach-Hotels

Gekauft
Schuhe - werfen wir das Mäntelchen des Schweigens über diesen Kauf



Und ein paar Stöffchen sind in den Einkaufskorb gewandert - welch Wunder!?!

(Schuh- und Stoff-Käufe fallen unter Lustkauf - völlig unnötig, aber so schööööön!)

Ich freue mich auf:
Ich freue mich auf den Altweibersommer! Noch einmal mit Freunden draußen sitzen und Eis schlemmen.

LG Martina

PS: Danken möchte ich Sabine, dass sie mir "das Bloggen" zurückgegeben hat!



Mittwoch, 7. November 2018

MMM 7. November 2018 - Kleidchen für das Kindchen

Es kommt ganz ganz selten vor, dass ich für jemanden anderen nähe. Noch nicht einmal die Familie wird beständig benäht. Doch hier und heute möchte ich euch eine Ausnahme vorstellen.


Meine Tochter Laura ist ein Mädchen - ein richtiges Mädchen. Ist ja auch kein Wunder, denn ich lebe ihr das gerne vor. Ich mag frau sein. Ich mag die Möglichkeit, sich nicht zwischen Mode, Schönheit, Kultur, Toleranz, Bildung, Emanzipation, Mütterlichkeit, Feminismus etc. entscheiden zu müssen, sondern alles zu genießen und auszuleben.

Während des Sommers probierte Laura das Hemdblusenkleid DORI von Ralph Lauren an. Die Form gefiel meiner Tochter sehr gut, aber es war rosa. Es gibt ja nun mal wirklich nichts Schlechtes über Rosa zu sagen, aber das Rosa war zu rosa. "Mama, an der Arbeit denken die, ein Baby spaziert ins Büro!".























Des Weiteren hatten wir ein klitzekleines Passformproblemchen. Laura hat Kurven. Bewundernswerte Kurven. (Musste ich aber erst lernen und akzeptieren.) Prinzipiell sind Laura alle Blusen und Kleider über den Busen zu eng. Und wenn sie über dem Busen passen, sitzen die Schultern in Höhe der Ellenbogen. Natürlich habe ich gedacht, alles kein Problem. Hahaha!


Schnitt:
Das Kleid besteht aus zwei Schnitten - jeweils von Burda.
Das Oberteil: Burda Einzelschnitt 7136
Der Rock: Burda Einzelschnitt 6452

Größe:
36. Hätte ich gleich mit der Größe 34 gearbeitet, hätte ich mir so manche Änderung ersparen können.

Stoff:
Ein richtig cooler Streifenstoff. Die Verarbeitung war ein Traum. Markierungen blieben sichtbar, der Stoff verzog sich nicht beim Zuschneiden, Falten wurden weggebügelt, das Vernähen war ein Vergnügen, der Fall akzeptabel.
96 % Baumwolle, 4 % Elasthan - 8,99 €/m vom Stoffhaus am Kö























Verarbeitung: 
Mit dem Stoff zu arbeiten, hat Spaß gemacht. Natürlich habe ich mir die Arbeit erschwert, in dem ich penibel auf den Streifenverlauf geachtet habe. Ja, man kann auch schmale Streifen zählen! Ich weiß auch, dass das albern ist, aber ich kann nicht aus meiner Haut und würde diese Disharmonie irgendwann wieder auftrennen und neu zusammennähen.
Ok - zurück zur Verarbeitung. Als erstes haben wir ein Probeteilchen angefertigt, um die Passform zu checken. Nachdem dies mehr oder weniger geglückt war, haben wir uns an das Kleid gewagt. Grob zugeschnitten und zusammengeheftet und blöd geguckt. Warum hat das Probeteil gesessen und dies hier so ganz und gar nicht? Grübel-grübel-grübel! Schlussendlich habe ich am lebenden Modell das Oberteil in Form gesteckt. Der daraus resultierende Taillenabnäher hat mich regelrecht fasziniert. So hätte ich niemals einen Abnäher vernäht, aber das Trageergebnis hat mich völlig überzeugt. Übrigens habe ich die Taillenweite auf zwei Abnäher pro Seite verteilt. Ein Abnäher hätte die Fülle des Stoffes nicht aufnehmen können. Der Differenz zwischen Taille und Oberweite beträgt ungefähr 30 Zentimeter.
Nachdem das Oberteil passte, war der Rest schnell erledigt. Schnell = 1 1/2 Monate. (Kurz eine Info in eigener Sache: Der Stand meines Anzuges von der anNÄHerung Süd = Hose und Jacke sind jetzt fast fertig. Vielleicht schaffe ich es bis Hamburg! Das zum Thema "schnell nähen".)


Fazit:
Das Wetter ist zwar superschön, aber nicht für diese Art von Kleidern. Das Kleid schreit nach Sonne, Meer und Möwen. Es ist ein Sommerteilchen. Laura hat es mir zu liebe angezogen und sich fotografieren lassen. Dass sie nun ein Kleid besitzt, was ihr richtig passt, gefällt ihr gut. Deshalb haben wir auch schon Stoff für ein weiteres Kleidchen eingekauft.


So, nun werde ich schauen, was es Neues bei den MMM-Hobbyschneiderinnen gibt. Es ist der erste Mittwoch im Monat und da zeigen begeisterte Hobbyschneiderinnen, was sie zusammengestichelt haben. Immer wieder eine riesige Inspirationsquelle.

Ich sage nun Tschüss und bis bald

Martina

Nachspann:
Kleid - MaxLau
Stiefel - keine Ahnung
Mantel - keine Ahnung
Tasche - keine Ahnung, aber halt: HALLO, das ist ja meine!
Katzentier - Eumel
Fotograf - weiß ich, nämlich  ich

Mittwoch, 3. Oktober 2018

MMM 3. Oktober 2018 - Und es war Sommer

Am vergangenen Wochenende hatte ich die große Freude, die letzten Sommer-Sonnenstunden in Würzburg auf der anNÄHerung Süd zu verbringen. Noch einmal ein großes Dankeschön an Alexandra für die Organisation.

An diesem Wochenende trug ich mein Leo-Stufenkleidchen und dieses Kleidchen möchte ich heute beim MeMadeMittwoch vorstellen:




Schnitt:
Das Oberteil basiert auf dem Modell/Burdastyle 110b 09/2017. Der Rest besteht aus Unmengen an Stoff. ;)

Größe:
42


Stoff:
Es ist ein böser Stoff, denn er besteht aus 100 % Polyester. Ich habe diesen Stoff wegen seines Falls gekauft (und weil er nicht so teuer war). Für das Modell benötigte ich 4 satte Meter.




Stoff aus dem Stoffhaus am Kö - Preis 5,00 €/m

Verarbeitung:
(Ich kann auch schnell! Das ist ein "Insider" und der Ein oder Andere von der anNÄHerung Süd wird jetzt bestimmt grinsen.)

Da ich auf der anNÄHerung tatsächlich auf dieses Kleid angesprochen wurde (Was mich natürlich total gefreut hat!), möchte ich ganz kurz auf die Stufenverarbeitung eingehen. Bei der Berechnung und dem Zuschneiden/Zerreißen des Stoffes hat mir meine Nählehrerin Monika Landau vom Stoffhaus am Kö geholfen. Ich die Idee - sie die Arbeit! ;))


Soderle:
Mein Oberteil hat einen unteren Umfang/Weite von 1,10 m. Die 1. Stufe ist doppelt so weit - also 2,20 m und hat eine Höhe von 16 cm. Die 2. Stufe ist doppelt so weit wie die Erste - also 4,40 m und ist 17 cm hoch. Die 3. und letzte Stufe ist doppelt so weit wie die Zweite - also 8,80 m und 18 cm hoch. Total simpel! Allerdings habe ich 8,80 m nicht ganz erreicht. Wahrscheinlich sind es nur 8 Meter und 20 Zentimeter. Aber mein Stoff war ALLE!
Die Höhenangaben muss man individuell berechnen.

Das Oberteil habe ich mit französischen Nähten verarbeitet. Den Rock habe ich geoverlockt, nachdem ich gefühlte 1.000 Meter Stoff eingekräuselt hatte.



Fazit:
Ich  L I E B E  mein Kleid. Jeder Hobbyschneider wird mich verstehen: Du hast eine Idee, hast einen passenden Stoff und dann wächst in deinen Händen ein Kleid - genau so wie du es dir gewünscht hast.  Da ist man schon sehr nah dran an der Glückseligkeit.
Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht doch etwas zu mäkeln hätte. Hätte ich gewusst, dass mein Kleid so wird wie es wird, hätte ich bestimmt einen anderen Stoff gewählt. Hätte - hätte - hätte. ;))


Nun reihe ich mich in die Riege der gutgekleideten Hobbyschneiderinnen beim MMM ein. Ich freue mich immer sehr auf diesen Termin. Auch wenn ich es selber nicht schaffe, etwas Neues zu präsentieren, schaue ich mir gerne die Kleidung an und lasse mich inspirieren. Vielen Dank an das MMM-Team.

So, dann sage ich Tschüss bis zum nächsten Mal

Martina

Nachspann:
Kleid - MaxLau
Schuhe - meine allerliebsten schwarzen Wildleder-Overknees
Unterwäsche - ein bisschen von Spanx und Triumph
Bilder - mein Augenstern Laura