Mittwoch, 12. April 2017

MMM 12. April 2017 - Hier tut sich nichts!

Echt wahr! Hier tut sich nichts! Nähtechnisch herrscht hier Ebbe - aber so was von...


Ich bin ein Genussnäher. Nähe, wenn es mir gut geht oder wenn alles läuft. In der letzten Zeit lief es nicht so gut. (OK, ich bin ja auch ein kleiner Pessimist, der alles etwas negativer sieht.) Aber - so ist es halt!

Der Rock ist ein Probeteil. Ich weiß auch noch nicht, ob es was wird zwischen uns beiden. Den Schnitt finde ich klasse! Bin mir aber wegen der Länge sehr unschlüssig. Geplant war der Rock für einen Kurzurlaub in Dresden. Der Kurzurlaub war vor zwei Wochen (bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen), aber halt ohne den Rock. Der hing auf dem Bügel und wartete auf seinen Saum.


Schnitt: 

Marfy 3171

Größe: 
italienische 48

Stoff:
96 % Baumwollsatin, 4 % Elasthan vom TST-Stoffen zum Preis von 8,00 €/m.


Änderungen/Verarbeitung:
Da es sich um einen Kleiderschnitt handelt, habe ich das Schnittmuster in einen Rock umgewandelt. (Schon peinlich, das überhaupt zu erwähnen. *hüstel*) Ich habe dann auch noch zwei Nahttaschen eingefügt. (Ja, ganz großes Nähkino!)
Nach der Anprobe habe ich gemerkt, dass der Rock viel zu lang war, obwohl ich ohne Saumzugabe zugeschnitten hatte. Und - boah, dass ich das mal schreiben darf. Ich habe an den Nähten jeweils 1 cm = 8 cm weggenommen. (Premiere! Tusch - tata)




Fazit:
Wir, der Rock und ich, müssen noch zusammenfinden. Eigentlich finde ich ihn ok. Ja, mit dem weißen Blüschen sogar ganz nett. Aber der Anblick ist ungewohnt und die Silhouette noch nicht vertraut. Vielleicht liegt es aber auch an der neuen Brille oder an der neuen Haarlänge (Schnipp-schnapp Haare ab!).


So, jetzt verlinke ich mich beim MMM. Heute führt Dodo durch das Programm.  Schön, dass es dieses Format gibt und dass sich tolle Frauen um deren Erhalt kümmern. Vielen Dank!

Tschüss, bis bald

Martina

Nachspann:
Rock - MaxLau
Blüschen - ein weißes Blüschen halt
Lederjacke - eine schwarze Lederjacke halt
Ballerinas - PacoGil
Fotos - Laura, die sich nicht gescheut hat, sich ins Gras zu werfen und zu knipsen!


Mittwoch, 22. März 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank II - Teil 1 Inspirationen

Den ersten Teil der Aktion "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank", den Yvonne begleitet hat, habe ich mit Bravur gemeistert. (So ein bisschen Selbstlob muss mal sein!) Leider komme ich schon beim zweiten Teil, der diesmal von Monika betreut wird, ins trudeln. Ich werde die Zeitangaben nicht einhalten können.
Pläne habe ich viele - aber die liebe Zeit.....

Die Pläne

1.) Mein Dolce & Gabbana-inspirierter Mantel liegt seit dem letzten Jahr im Stoffregal und wartet auf seine Vollendung. (Ja, ich werde ihm nun den Gefallen tun.)

(Bildquelle für alle drei Bilder: Vogue.com/fashion-shows)


2.) Des Weiteren steht ein Kleid von Dolce & Gabbana auf meiner Nähwunschliste.

(Bildquelle: Vogue.com/fashion-shows)
 






















Ja, der Stoff ähnelt dem Original sehr. Darum möchte ich dieses Kleid zeitnah verwirklichen. Zu meiner großen Freude habe ich einen passenden Schnitt von Julia erhalten. Er passt perfekt zu dem geplanten Projekt.
Da mein Körper nicht schnittgrößentechnich genormt ist, muss ich bei neuen Projekten ein Probemodell nähen. Allerdings hasse ich es wie die Pest, unnötige Zeit in ein Projekt zu investieren, dass danach in den Mülleimer wandert.

Deshalb kommen wir zu Punkt 3.) Ein Laufstegmodell wird zum Probemodell erkoren.
In der letzten "Stitched by you" hat mir ein Schwarz-Weiß-Modell von Giambattista Valli sehr gefallen. Das Kleid stammt aus der Spring Couture Show 2015.

(Bildquelle: Vogue.com/fashion-shows)
 
Schwarz/weiß bedeutet für mich "Gradlinigkeit" und "Strenge". Aber in diesem Kleid werden meine Anschauungen widerlegt. Durch den weitschwingenden Rock und die Stickerei ist es ein äußerst femininies Stück geworden. (Ganz mein Ding. Oho, ich sehe schon, mein geliebtes D&G bekommt große Konkurrenz!)


Dieses Kleid würde ich nach meinem eigenen gusto verändern. Ich würde das Oberteil gerne "schmal" halten und ab der Hüfte den Rock ansetzen. Ob ich die Stickerei übernehmen möchte, weiß ich noch nicht. Für dieses Vorhaben würde dich den Schnitt von Julia ausprobieren.

4.) Ein Chanel-Jäckchen.
Mein Traum seit einigen Jahren. Momentan lädt Instylequeen zum gemeinsamen Jackennähen ein. Sie hat bereits einige großartige Modelle genäht und möchte ihr Wissen mit der Nähcommunity teilen. Ihr Angebot kann ich einfach nicht ausschlagen und möchte ein Jäckchen nähen. Natürlich muss ich auch dafür ein Probemodell nähen. Schnitt und Stoff liegen parat.

 (Nein, so rot ist der Boucle nicht. Leider geben die Fotos die richtige Farbe nicht wieder.)
Apropos: Das Chanel-Jäckchen ist für mich das ultimative Projekt: Vom Laufsteg in den Kleiderschrank.

5.) Mein eigentlich "geplantes" Projekt für diese Aktion: Der Burberry-Trench!   ;))
Ich sah ihn und es wart um mich geschehen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Meine Gedanken drehten sich fortan nur um ihn.


















(Bildquelle: Vogue.com/fashion-shows) 
Ich bin Abonnement der spanischen Patrones. In der Januar-Ausgabe war ein Schnittmuster für "meinen" Mantel enthalten. Da mein Spanisch sehr begrenzt ist, kaufte ich mir die deutsche Ausgabe "nähtrends" um zu verstehen, was ich da eigentlich machen möchte.
Die Idee, zarte Spitze in einen militärisch angehauchten Mantel zu verwandeln, gefiel mir ausgesprochen gut. Ich mag Stilbrüche - falls es meinem werten Leser nicht selbst schon aufgefallen ist. *grins*
Am Wochenende bin ich auf dem "Stoffmarkt" in Göttingen spitzenmäßig fündig geworden. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schwer es ist, schöne Spitze zu finden. OK, schöne Spitze gibt es haufenweise - nur bezahlbare schöne Spitze zu finden ist schwer. Meine Spitze ist rosa. Jawohl!

(Blöde Fotos! Das zarte Babynude/-rosa ist ein "richtiges" rosafarbenes Lachs-Rosa. Diese Farbe hätte mir natürlich auch richtig gut gefallen. Die gibbet es aber nischt!

Braun kann jeder - rosa muss man sich leisten können. Nein, ernsthaft - ich stand vor dem Stand und grübelte, welche Farbe ich denn nehmen sollte. Braun oder rosa? Zwei klassische Trenchcoats im passenden beige habe ich bereits - also nahm ich rosa. Ganz unschuldig war der schnuckelige Verkäufer auch nicht. Er tendierte zu dem Rosa, denn das Beige ließe mich so blass aussehen. Na, wenn das mal keine Aussage ist - her mit dem Rosa!
Glücklicherweise fand ich auf dem "Stoffmarkt" einen passenden  Baumwollsatin in der richtigen lachsrosa Farbe.
Um meinen Traum ein Stück näher zu kommen, muss ich vorab ein Probemodell nähen. (Ich weiß, das hört sich streberhaft an, aber ohne Probemodell wird das nüchts! Und das weiß ich aus leidvoller Erfahrung.)

So, das sind meine bescheidenen Pläne für die kommenden Wochen. Ich wäre froh, wenn ich ein Teil dessen wirklich umsetzen würde. Natürlich wäre die Aktion "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" ein totaler Ansporn, aber gleichzeitig eine Mahnung mit dem Zeigefinger, du musst auch etwas schaffen. Leider kann ich nicht immer so, wie ich gerne möchte. Termindruck lähmt mich eher als dass er mich beflügelt. Aber mitmachen möchte ich auch. Ohhhh - schwierig.

Jetzt gehe ich erst einmal schauen, ob ich die einzige hochmotivierte, aber völlig desorientierte Teilnehmerin bei dieser Aktion bin. Monika hat übrigens auch ein Kleid von Burberry gewählt, dass mir außerordentlich gut gefällt.

LG Martina

Montag, 6. März 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank-Teil 3

Ich wollte mein Kleid auf dem Geburtstag meiner Mutter tragen und das habe ich tatsächlich geschafft! Am 3. März war es soweit: Die Mäuschen durften aus dem Haus. 

Natürlich verlief alles sehr zeitnah. Haken und Öse wurden auf der Fahrt zur Geburtstagsfeier angenäht. 
Auch die Bilder wurden "mal eben schnell" auf der Feier geschossen. (Zu einem "richtigen" Shooting fehlt mir die Zeit oder ein entsprechender Fotograf. *grummel*)

Fazit:
Jetzt kann ich verstehen, dass ein "Couture-Kleid" einen gewissen Preis hat, denn die Handarbeit beansprucht viel Zeit (und noch viel mehr Zeit, wenn man Laie auf dem Gebiet ist.)






















Bei mir handelte es sich nur um vier Mäuschen, die ich händisch verarbeitete. Der Rest erfolgte maschinell und ließ verarbeitungstechnisch viele Wünsche offen. (Couturemäßig verlief da nichts! Diesen Punkt möchte ich bei den nächsten Projekten mehr beachten.)

Passformtechnisch würde ich das Kleid ein weniger enger machen. Tendenziell mache ich meine Kleider immer zu weit. Denn ich befürchte, dass sie am Ende zu eng sind und ich als lebende "Presswurst" durch die Gegend laufe. (Für mich persönlich ein absolutes Horrorszenario!) Auch bei der Länge habe ich nicht aufgepasst. Von diesem schlimmen Anfängerfehler habe ich ja bereits berichtet. Aber ansonsten ist es unglaublich bequem und tragbar.

 
OK - man muss schon aufpassen. Die Pailletten verfangen und verhaken sich gerne. Außerdem gehen sie desöfteren eine Verbindung mit dem schwarzen Stickfaden ein. *grummel* 
Allerdings ist dieses Kleid auch kein Alltagskleid sondern für besondere Tage und da kann man ruhig einmal "Haltung" zeigen. *grins*


Bei Yvonne und Monika möchte ich mich nochmals sehr bedanken, dass sie diese wunderbare Aktion "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" ins Leben gerufen haben.

Bis bald

Martina

Nachspann:
Kleid - MaxLau
Schuhe - irgend etwas Italienisches
Strümpfe - Spanx. Ja, die machen auch in Strümpfen.
Fotos - Laura, liebste Tochter

Ganz wichtig: Das Unnendrunner! - Spanx (Drückt, quetscht aber hält!)



Mittwoch, 8. Februar 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank - Teil II

Beim zweiten Teil des gemeinsamen Nähens möchten Yvonne und Monika wissen, wie weit das Projekt vorangeschritten ist - ob es "Probleme" gab, Änderungen durchgeführt mussten oder ob das alte Projekt einem neuen Einfall weichen musste. (Denn Aufgeben gilt nicht!)

Schnitt:
Burda Style 07/2014 - Modell 116

(Bildnachweis: http://www.burdastyle.de/burda-style/damen/gerades-minikleid-shirtkleider_pid_1099_10971.html)

Größe:
42

Stoff:
Ja, das war nicht einfach. Beim Online-Shop Moda Operandi fand ich eine gute Produktbeschreibung. Das Kleid ist aus 100 % weißer Wolle und nicht gefüttert. (Warum sollte man auch ein Kleid in dieser Preisklasse füttern?!?)

(Kleid von vorne - ungebügelt und schlecht fotografiert)
Oberstoff:
Beim Online-Händler  Der Rote Faden in Aachen fand ich den gewünschten Stoff. Ein wolliger Crepe in meinem Wunschton creme - perfekt! Die Ernüchterung erfolgte nach dem Erhalt des Päckchens. Mein cremiger Wollcrepe war viel zu dünn für die Applikationen und das Creme passte überhaupt gar nicht zu den geplanten Mäusen. (Es war allein mein Fehler, diesen Stoff ohne vorherige Probe zu ordern. Die Firma Der Rote Faden kann dazu nichts.)
Da der Stoff nicht für mein Projekt geeignet war, geriet ich unter Zeitdruck, denn das Mäusekleid war mein Projekt für die anNÄHerung Bielefeld. Was tun? Beim Stoffhaus am Kö fand ich einen einigermaßen akzeptablen weißen Alternativstoff. Auf der einen Seite ist er glänzend und strahlend, auf der anderen Seite matt und bescheiden.
Es ist ein Brautsatin aus 100 % Polyester zum Preis von 22,90 €/m.

Futter:
Neva-Viscon zum Preis von 10,90 €/m - ebenfalls aus dem Stoffhaus am Kö.

(Kleid von hinten - ungebügelt und immer noch schlecht fotografiert)


Änderungen/Verarbeitung:
Ich habe viele Änderungen durchgeführt. Nicht nur passformtechnisch, sondern auch Detailabänderungen.
Zum Beispiel habe ich keinen passenden Schnitt gefunden, der diese leichte A-Linie unterstützt und die seitlichen Nähte nach vorne verlegt hat. Des Weiteren gefielen mir nicht der Verlauf der "Nahtlinien". Ich wollte partout keine "Nahtlinie", die über meinen Busen verläuft. Also habe ich die Nahtlinien entsprechend verlegt. Die Ärmel habe ich verlängert und auf die Rüsche verzichtet. (Ich habe schon sichtbare Oberarme, die muss ich nicht noch hervorheben.) Auch habe ich die Anzahl der Mäuse verringert.
Um die Passform zu optimieren, habe ich
- Brustpunkt nach unten verlegt
- FBA durchgeführt
- Hohlkreuzanpassung durchgeführt
- Rückenlänge gekürzt
- Rückenbreite reduziert
- Halsausschnitt gekniffen
- Oberarmweite erhöht.

Es handelt sich um einen anspruchslosen Schnitt, der ruckizucki zusammengeheftet ist. Ich liebe den Moment, das erste Mal in das geheftete Kleid zu steigen. Diesen Nervenkitzel, ob es dem "Traumkleid" nahe kommt oder - im schlimmsten Fall - ein Desaster geworden ist. Jedenfalls gefiel mir, was ich im Spiegel sah. Aber "HALLO", viele kennen mich ja, und ich wäre nie mit etwas ganz zufrieden. In diesem Fall war es die Länge des Kleides. Ich hatte "voll den Anfängerfehler" begangen. Ich hatte vergessen, die Länge des Kleides zu testen. Das Kleid ist kurz, sehr kurz! (Normalerweise sind die Burdaschnitte immer lang, zu lang!)
 Nachdem der Korpus fertig war, begann die Stickerei. Zuerst markierte ich mit Bleistift die Einstichstellen, um anschließend diese Markierungen auszusticken. (Apropos: Weiß jemand, wie man Bleistiftpunkte entfernt? An einer Stelle habe ich falsch markiert und diese Punkte sieht man jetzt.)
Danach kamen die Mäuse dran. Ich wollte sie per Hand mit Stickgarn aussticken. Allerdings habe ich die Paillettenmäuse von House of Philo gesehen und habe mich dann für diese Version entschieden. Ich werde auch nicht alle acht Mäuse sticken, so wie es auf dem Originalkleid ist, sondern nur vier. Mäusesticken dauert. Mäusesticken dauert lange. Und ich habe jetzt einfach keine Lust mehr auf Mäusesticken. Außerdem wäre es mir too much Maus. Das Kleid ist schon speziell, und ich möchte im April nicht gefragt werden, ob ich das Ende vom Karneval nicht mitbekommen habe.



(Die kleine Mäuseplage - schlecht zu fotografieren.)


Wie ich die Mäuse von der Filzunterlage auf mein Kleid bekomme, darüber mache ich mir auch Gedanken. Über Vorschläge wäre ich sehr dankbar.

Schlussendlich muss ich nur noch einen Knopf mit Schlinge anbringen, Schrägband an die Säume heften/umnähen und zum Schluss ganz viele Fäden vernähen. (Des Weiteren muss ich noch eine Maus fertig sticken, die Mäuse auf das Kleid nähen und das Maus-Feintuning durchführen, die "Nahtlinien" auffüllen, das Futter umnähen und bügeln, bügeln, bügeln. Diese Schritte verdränge ich momentan. *hüstel*)  Das Futter ist übrigens schon drin!


Bis bald

Martina


PS: In der neuen Patrones ist bereits mein nächstes gewünschtes Designerteil abgebildet. Als ich diesen Trenchcoat das erste Mal sah, verfiel ich in Schnappatmung und jetzt verfüge ich über einen entsprechenden Schnitt. Wie schöööööön! Ein weiterer Traum könnte wahr werden. (Eventuell, vielleicht, irgendwann.)


Samstag, 21. Januar 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank

Da ich sehr einfallslos bin, klaue ich gerne mit meinen Augen bei den unterschiedlichsten Designern. (Ich klaue auch gerne aus Schaufenstern, aus Katalogen und beim Me made Mittwoch sowieso.) Daher kommt mir Yvonnes (Yvonet) Aufruf "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" sehr gelegen, den sie gemeinsam mit Monika (wollixundstoffix) durchführt.

In der ersten Runde geht es darum, seine "Ideen" vorzustellen. Momentan bin ich von einem Kleid aus der Dolce & Gabbana Fall-Collection 2016 angefixt. Ich habe dieses Kleid gesehen und fand es nett. Dann habe ich verschiedene Interpretationen auf der russischen Burdaseite gesehen und fand es toll. Und dann habe ich mir dieses Kleid genauer angeschaut und war angefixt. DAS WILL ICH AUCH HABEN!

(Bildnachweis: http://www.vogue.com/fashion-shows/fall-2016-ready-to-wear/dolce-gabbana/slideshow/collection#3)

Wer die Kollektionen von Dolce & Gabbana kennt, weiß, dass dort Understatement ein Fremdwort ist. Da wird geklotzt und es glitzert und glimmert an allen Ecken bzw. Rundungen. Ich mag das. Ich mag diese Lebensfreude, die diese Kollektionen vermitteln. Diese Leichtigkeit und die Message, dass Mode nicht "bierernst" daher kommen muss. Stefano Gabbana hat dies mit folgenden Worten beschrieben: “We know how the world is today. Fashion makes people dream—this is the service fashion gives,” 

(Bildnachweis: http://www.vogue.com/fashion-shows/fall-2016-ready-to-wear/dolce-gabbana/slideshow/collection#96)

Das Kleid, das ich mir ausgesucht habe, stammt aus der Ready-To-Wear-Show Fall 2016. Diese Show ist märchenhaft bzw. prinzessinnentauglich. Sie holt sich viele Anregungen aus der Märchenwelt: Cinderella, Schneewittchen etc.
Ich würde behaupten, dass mein Kleid Anlehnungen an Cinderella hat. Die Mäuschen zaubern Cinderella ein Traumkleid, (welches dann die böse Schwiegermutter zerstört.)

(Bildnachweis: http://www.vogue.com/fashion-shows/fall-2016-ready-to-wear/dolce-gabbana/slideshow/collection#3)

Ob ich dieses Kleid dann auch wirklich in der Wirklichkeit tragen werde, steht noch auf einem anderen Blatt. Aber ich möchte es gerne nacharbeiten und bedanke mich bei Yvonne, dass sie mir durch diesen Sew-Along den nötigen Anreiz bzw. das dazugehörige Durchhaltevermögen bietet.

Bis bald
Martina

Mittwoch, 21. Dezember 2016

MMM 21. Dezember 2016 - Wie immer zu spät...

Erinnert Ihr Euch an den Prada-Sew-Along. Ja, ist schon etwas länger her. Ich habe mich oft daran erinnert, denn Prada war eine kleine Offenbarung für mich. Ohne den P-S-A hätte ich mich nie auf Prada eingelassen. Es war mir zu exzessiv. (Gut, ich liebe ja Dolce & Gabbana und die sind ja auch äußerst ausschweifend in ihrer Modellauswahl, aber da sehe ich viel Romantik und viel Weiblichkeit.) Prada war mir zu sachlich, zu kühl, zu durchdacht. Das war ein großer Irrtum meinerseits. Dem MMM-Team sei dank!

Beim Betrachten der Herbst-Collection 2016 verguckte ich mich in dieses Modell.

(Bildquelle: Vogue Magazine)
- feminin
- kleidsam
- humorvoll
- kurz: ganz ich. 

So etwas wollte ich unbedingt auch einmal nähen. Dass ich das dann aber so schnell verwicklicht habe, grenzt für mich an ein Wunder. (Ok, die Jacke fehlt noch. Wäre ein nettes Projekt für Bielefeld. Obwohl ... da gibt es ja noch etwas Anderes, was mich unglaublich reizt. Hach, diese blöden Entscheidungen!!!)



Im August bat mich ein guter Freund, ihm zu einer Ballettaufführung ein Weihnachtsmannkostüm zu nähen. Dies habe ich (tatsächlich auch) fertigbekommen. Natürlich wollte ich mir diese Aufführung dann auch ansehen und merkte dabei: Ich habe  GAR NICHTS  zum Anziehen. Dabei fiel mir das Herbst-Winter-Modell von Prada wieder ein.

Schnitt:
Ottobre Herbst/Winter 5/2016, Modell 6 Math Teacher
(Ich oute mich mal als Nicht-Fan der Ottobre. Aber einige Modelle gefallen mir wirklich richtig gut.)


















Größe:
44
Ich bin darüber nicht erfreut. Aber ich tue auch nichts dagegen und darum muss ich jetzt mit dem Ergebnis leben. Nach Ausmessen meiner Taille standen da eine 8 und eine 4 und das Massband war seeehr eng geschnürt. (Kurzer Zwischeneinwurf: Seit einiger Zeit merke ich, dass sich meine Figur - trotz gleichbleibenden Gewicht - verändert!!! Im mittleren unteren Segment wird es immer mehr. Stetig! Was soll der Blödsinn?)

Stoff:
Oberstoff:
schwarzer Baumwollsatin 96 % BW, 4 % Elastan von TST-Stoffen zum Preis von 9,95 €/m
Bildcoupon 96 % BW, 4 % Elastan ebenfalls von TST-Stoffen zum Preis von 24,95 €
(Dienstmagd mit Milchkrug von Jan Vermeer)


Futter:
100 % Viskose vom Stoffhaus am Kö zum Preis von ?. (Der war nicht so teuer.)


Änderungen:
So gut wie überhaupt gar keine.
- 10 cm Länge hinzugefügt
- die Faltentiefe erhöht

Würdest du den Schnitt noch einmal nähen?
Ja, das würde ich. Ich finde, es ist ein guter Basisschnitt. Die Taschenlösung gefällt mir ausgesprochen gut bei diesem Modell.

Fazit:
Ich habe meinen Rock bereits mehrmals getragen. Ich fühle mich verdammt wohl in diesem Ding. Der Stoff für die passende Jacke liegt bereits parat und ich hoffe, auf baldige Fertigstellung. Dies wird dann (hoffentlich) ein Kostüm nach meinem Geschmack.


Ich verlinke mich nun noch schnell beim MMM. Claudia führt heute durch das Programm. Ihr heutiges Kleid finde ich wunderbar. Der Schnitt ist einfach genial.
Es ist in diesem Jahr das letzte Mal MMM und ich möchte einfach dabei sein, denn es ist eine wunderbare Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen.


Ich wünsche allen ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr.

Bis bald

Martina

Nachspann:
Rock - MaxLau
Shirt - Vögele
Strickjacke - ???
Gürtel - Glückstreffer. (Genau so etwas habe ich gesucht. Ansonsten hätte ich nähen oder das tolle Modell von yvonet stehlen müssen. Das wäre mir zwar zu eng gewesen. Aber das Mieder ist so toll.)

Der Weihnachtsmann und sein Gehilfe.
Und der Gehilfe muss unbeding seine Fotokamera suchen. Die Qualität der Handybilder gefällt mir nicht wirklich.


Donnerstag, 8. Dezember 2016

Kleine große Globalisierung...



…oder wie das französische kleine Kastenjäckchen über die inspirierende russische Burdaseite in mein heimeliges deutsch-hessisches Nähreich fand.


Ich bin schon seit Jahren auf der Suche nach einer „Little Black Jacket“. Am besten leicht chanel(l)ig und völlig alltagsuntauglich. Eine Jacke, die man halt überhaupt gar nicht braucht!

Anfang 2015 bin ich durch Zufall auf die russische Burdaseite gelangt und – was soll ich sagen – da fand ich meine Wunschjacke. Genau so und nicht anders wollte ich sie haben. Ich war quasi schockverliebt! Diese Jacke entsprach völlig meiner Vorstellung. Sie ist nicht so ernsthaft wie die typische Chaneljacke, sie ist verspielt, sie macht neugierig, sie bietet Überraschungen und sie glitzert dezent.
Das Kopfkino ging auf on und die Planung begann. Allerdings hat es dann noch über 1 ½ Jahre gedauert, bis ich sie fertiggestellt habe.
Den ersten Nähanstoss für die Jacke gab der diesjährige Jacken-Sew-Along vom MMM-Team. Da habe ich quasi als Trittbrettfahrer mit dem Zuschnitt begonnen.
Im Oktober habe ich auf der AnNäherung Süd einen großen Teil der Jacke fertiggestellt. Ich hatte mir dieses Wochenende dafür eingeplant, da ich 3 Tage lang ununterbrochen nähen konnte. Dies schaffe ich im „wahren Leben“ leider nicht.
Die diffizilen Arbeiten an der Borte sowie die unabdingbaren Handstiche benötigten noch einmal viele Abende. Und … wenn ich nicht Mitte November nach Berlin zum Nähwochenende gefahren wäre, wäre die Jacke noch immer nicht fertig. *räusper*


Schnitt: Burda Moden 09/2002, Modell 117

Größe: 42 mit einigen Änderungen (Einigen Vielen!)

Stoff: Man könnte eigentlich Reste verwerten. Man könnte – muss aber nicht!
Oberstoff: verschiedene Woll-, Boucle- und Walkstoffe – größenteils vom Stoffhaus am Kö
Futter: 100 % Viskose zum Preis von 5,00 €/m vom Stoffhaus am Kö.

Verarbeitung:
Da legen wir mal das Mäntelchen des Schweigens darüber. Ich dachte mir schon, dass es viel Arbeit sein wird – aber so viel?!?
Die zwei größten Zeitfresser waren das Stoffausschneiden und das Flechten und Befestigen der Borte.


Würde ich den Schnitt noch einmal nähen?
Jetzt nicht mehr. Ich hatte bereits eine Probejacke genäht und zwei Stück von der Sorte reichen.

Fazit:
Am 30. Dezember werden meine Mama, meine Tochter und ich das Staatstheater Kassel besuchen, um uns das Ballett „Der Nussknacker“ anzusehen. Da wird diese Jacke ihren Auftritt haben. Denn sie ist – trotz des ganzen Klimbims - unglaublich bequem und man kann sich deshalb ganz dem Tanz – und nicht dem Gezuppel an der Jacke - widmen.



Am Schluss möchte ich mich noch bei Svetlat bedanken. Nur durch ihre Inspiration ist diese Jacke entstanden:

Hallo Svetlat,
ich möchte mich bei dir für diese Inspiration bedanken.
Deine Jacke ist so wunderschön.
Ich hoffe, du verzeihst mir diesen geistigen Diebstahl. Aber ich hatte mich sofort in deine Jacke verliebt und wollte sie nacharbeiten.
Liebe Grüsse
Martina

Привет Svetlat,
Я хотел бы поблагодарить вас за это вдохновение.
Ваша куртка так красиво.
Я надеюсь, что вы простите мне этот плагиат. Но я влюбился в пиджаке и хотел переделать его.
Всего хорошего
Martina

(Ich hoffe, dass der Google Translater einigermaßen richtig übersetzt hat.)

Gleichzeitig möchte ich einen weiteren Dank aussprechen. Und zwar möchte ich mich bei Alexandra vom Blog Mama macht Sachen bedanken:
Alexandra,
vielen Dank, dass du diese Nähtreffs organisierst und leitest. Es waren für mich zwei wunderbare Wochenenden, die ich lange in Erinnerung behalten werde.

Und mein letzter Dank geht an das MMM-Team:
Liebes MMM-Team,
ihr beschert mir jeden Mittwoch einen abwechslungsreichen Einblick in Blogs, die ich ohne eure Plattform nie finden würde.
Wenn ihr eure Sew-Alongs anbietet, reißt ihr mich regelmäßig aus meiner Komfortzone heraus. Außerdem benötige ich ein gewisses Maß an Druck, um ein Kleidungsstück fertigzustellen. Leider schaffe ich es nicht wirklich, an den eigentlichen Sew-Alongs teilzunehmen. Ich nehme die Sew-Along als persönliche Anregung und werkele so vor mich hin. (Im Kopf schwebt mir auch ein tolles Weihnachtskleid umher.)
Vielen Dank, dass es euch gibt.


Tschüss

Martina


Nachspann:
Jacke – MaxLau
Shirt – Vögele
Jeans – Diesel
Schuhe – Alba Moda
Fotos – Premiere: Meine Mama