Sonntag, 22. Dezember 2019

Rückblick - Das letzte Quartal im Jahr 2019

Ich habe es natürlich nicht geschafft, monatlich einen Rückblick zu starten. Allerdings finde ich diese "Gedanken-Stütze" so gut, dass ich einen Quartalsbericht zusammenstellen möchte.

Oktober 2019

Am 12. Oktober waren wir zu einem 100sten Geburtstag geladen. Eigentlich waren es ja 2 x 50, aber 100 hört sich besser an. 😁 Die Feier fand im Jugenddorf Meißner statt. Der Hohe Meißner ist unser Hausberg mit sagenhaften 753 Metern! Es war eine rundum gelungene Veranstaltung.









(Heimat: Das ist jetzt nicht der Meißner, sondern der Bilstein in Großalmerode.)

Am 15. Oktober hatte mein Sohn Maximilian Geburtstag. Maximilian absolviert in Bochum seine Techniker-Ausbildung im Bereich Chemie und war deshalb nicht Zuhause. Aber, das ist ja kein Problem - man ist ja fahrtüchtig. Franziska, seine Freundin, Hartmut und ich sind nach Bochum gefahren, haben gemeinsam zu Abend gegessen und ein wenig vorgefeiert. Die "jungen Leute" haben noch richtig Gas gegeben. Hartmut und ich lagen da bereits im Hotelbettchen und haben friedlich geschlummert. Wir haben im Hotel Merkur übernachtet - das war eine gute Wahl.

Am 18. Oktober besuchten wir ein "Krimidinner" in der Orangerie in Kassel. Das war nicht schlecht, aber ich hatte es mir spannender vorgestellt. Das Essen war jedoch vorzüglich!

Am 19. Oktober hatte ich das große Glück, einen freien Platz bei der Nadelzeile Göttingen zu erlangen. Unter der Regie von Inge Szoltysik-Sparrer lernten wir, wie man sich richtig ausmisst. Ich dachte ja, dass ich das könnte - aber weit gefehlt. Es gab Einiges zu beachten. Dieser Tag war toll. Und - jederzeit gerne wieder!

Feiertechnisch ging es am 25. Oktober weiter. Meine langjährige Nachbarin aus Hirschhagen hatte zu ihrem Geburtstag geladen. Petra hat eine riesengroße feierfreudige Familie. Die Familie brachte mit einstudierten Kurzeinlagen das restliche Publikum zum Jubilieren. Es war so toll. Ich habe sogar mit dem Göttergatten getanzt!

Fazit: Hätte ich jetzt nicht im Kalender nachgeschaut, hätte ich den Oktober als "naja" abgestempelt. Ich wusste gar nicht mehr, wie viele tolle Events ich im Oktober hatte.

November 2019

Na Mädels, da brauche ich doch nichts zu sagen! Am 1. November startete die anNÄHerung Süd in Heidelberg. Eines meiner Nähhighlights im Jahr! Es war so toll. Die Jugendherberge ein Traum, das Essen der Jugendherberge eher ein Alptraum!
Ich habe soviel Input bekommen, so dass ich die ganze Zeit nähen könnte. Allerdings bin ich ein bisschen traurig darüber, dass immer zu wenig Zeit für anregende Gespräche ist. Da denkste noch, nachher setzt du dich zu XY-Nähbegeistert und nachher ist dann schneller vorbei als ich gedacht habe. Also Mädels, habt schon mal Acht, denn das nächste Mal werde ich euch vollschwatzen!
Eine habe ich allerdings vollgeschwatzt und zwar meine Zimmergenossin Sabine. Mit Sabine habe ich schon das ein oder andere Mal das Zimmer geteilt und freue mich bereits auf die nächsten Male.

Am 21. November haben wir unser Weihnachtsgeschenk 2018 eingelöst. Mein Sohn Maximilian und seine Freundin Franziska haben uns Karten für das Livekonzert der "Drei Fragezeichen" in Düsseldorf eingeladen. Ich liebe die "Drei Fragezeichen". Es ist/war Tradition bei uns, dass auf Ferienfahrten die "Drei Fragezeichen" gehört wurden. Das ist leichte Kost mit einer Brise Humor und etwas Rätselspass. Die Protagonisten dann live zu erleben, ist schon ganz schön cool. Plötzlich haben die Stimmen Gesichter und zwar nicht immer so, wie man sich das vorgestellt hat.




















Fazit: Ein besonderer Monat. Mit ganz viel Freude und Glücklichsein.

Dezember 2019

Im Dezember 2018 verstarb meine Mama und ich habe dies bis heute nicht verarbeitet. Mir ging es so schlecht, dass ich pschychologische Hilfe in Anspruch genommen habe. Ich bekomme momentan Tabletten, dass ich ein wenig gechillter durch den Alltag gehe. So gechillt, dass ich an Vergesslichkeit kaum zu überbieten bin. (Die Vergesslichkeit ärgert mich fürchterlich, aber die ganz plötzlich aufkommenden Schwermut verängstigt mich und lässt mich hilflos zurück. Eigentlich kein richtiges Thema für einen Nähblog, aber es gehört wohl zu meinem Leben/meinem Wesen wie auch das Nähen und daher muss es hier her!)


Am 1. Dezember haben mein Mann und ich mein Weihnachtsgeschenk an ihn eingelöst. Wir waren im Starlight-Express in Bochum. Vor gefühlten 100 Jahren war ich bereits mit meinen Freundinnen in diesem Stück. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, wurden Änderungen an dem Stück vorgenommen. Wir saßen ganz ganz vorne und hatten einen megatollen Ausblick. Man erkannte die Mimik der Sänger und die Kostüme konnte man inspizieren. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Rolle des "Papas" von einer "Mama" gesungen wurde. Ich liebe den Mezzo-Sopran und die Stimme dieser Frau war so göttlich! Quatsch, die ganze Frau war göttlich.





















Mit meinem Sohn Maximilian waren wir vor der Aufführung auf dem Weihnachtsmarkt in Bochum.
Somit war dies Rundumpaket ein gelungener Auftakt in die Adventszeit.

Am 3. Dezember sind wir dann wieder nach Bochum gerast, denn da hatte mein Sohn seine Präsentation über sein 6wöchiges Praktikum. Das war eine offizielle Veranstaltung, die wir unbedingt besuchen wollten. Ich glaube, mein Sohn hat sich auch tatsächlich gefreut, dass wir da waren. Boah Mädels, ich war total stolz auf meinen Sohn - wie er da auf der Bühne stand und seine Präsentation so lässig absolvierte!

Am 6. Dezember ist Nikolaus und tadada - Trommelwirbel - tschaka tschaka - mein Geburtstag! Ich bin bekennendes Familientier und liebe Familienfeste. Egal ob Ostern, Geburtstag, Weihnachten - ich liebe es einfach! Viele Freunde und die Familie waren da - ein schöner Tag.

Am 13. Dezember war ich mit Silke, meiner angeheirateten Nichte, auf dem weihnachtlichen Schulkonzert. Jedes Jahr ein Pflichttermin - ist aber auch ein sehr schöner Termin!

Am 14. Dezember ging es mit Übernachtung und den Freundinnen nach Quedlinburg zum Weihnachtsmarkt. Eine ganze Stadt im Weihnachtsrausch. Es war gigantisch. Die Frage, die sich mir nur stellte war, was machen die zwischen Januar und November - da ist keine Weihnacht???

Am 20, Dezember waren wir mit unseren Freunden auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt und sind danach zum Essen in eine warme Pizzeria. Obwohl dies bei den Temperaturen nicht unbedingt nötig war. Der Göttergatte ist danach noch ins Kino. Maximilian hat seinen Vater eine Karte für StarWars 9 geschenkt. Die Vorstellung begann um 23.00 Uhr. Für mich 3 Stunden zu spät!

Am 21. Dezember waren wir schon wieder auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt. Diesmal mit "anderen" Freunden. Es ist schön, wenn man seine Zeit mit Freunden verbringen darf. Anschließend sind wir mit der Verwandschaft (zählt aber auch zu den guten Freunden) in die Komödie Kassel. Ich habe herzlichst gelacht! Danach ging es noch in den Irish-Pub - grandios!

Heute, am 22. Dezember, werde ich mit Laura in das Ballett "Der Nussknacker" gehen. Das Bolschoi Staatsballett Belarus hat einen Gastauftritt im Staatstheater Kassel.

Ich freue mich auf:

Ich freue mich bereits auf den 24. Dezember. Am Abend kommen meine Kinder mit ihren Partnern zum Feiern. Vielleicht geht es um 23.00 Uhr zum weihnachtlichen Gottesdienst, aber das steht noch in den Sternen.
Am 25. Dezember findet in Großalmerode der jährliche Weihnachtsball statt. Da mein WKSA-Rock fertig ist, ist das Problem der Garderobe gelöst.
Am 26. Dezember ist "Gans-Time". Das ist Tradition. Das möchte ich beibehalten.
Letztes Jahr haben Hartmut und ich das erste Mal die Gans zubereitet. Davor hat dies jahrzehntelang meine Mama getan.

Den letzten Tag des Jahres feiern wir mit Freunden.

Fazit: Es war ein aufregendes Jahr - mit Höhen und Tiefen. Aber wir waren gesund und dies ist wohl mit das Wichtigste im Leben.

Gelesen:
Rettet Venedig: Hartingers sechster italienischer Fall - Andreas Franke
Eher ein Reisebericht mit versuchter krimineller Handlung

Toter geht's nicht: Bröhmanns erster Fall - Dietrich Faber
Ein überraschendes Ende

Quetschekuchen (Pfalz-Krimi) - Gina Greifenstein
Gerne wieder!

Kein Tag für Jakobsmuscheln
Wintergäste in Trouville - Beide von Catherine Simon
Die beiden Bücher haben mir ganz gut gefallen

Gehört:
"Die drei Fragezeichen"

Seit November in Endlosschleife:
- Last Christmas von Wham
- The Power of Love von Fankie Goes to Hollywood
- Wonderful Dream von Melanie Thornton
- All I Want for Christmas von Mariah Carey
- Driving Home for Christmas von Chris Rea
- Do They Know it is Christmas von Band Aid
- Happy Xmas von John Lennon
- Little Drummer Boy von Pentatonix
- Mary, Did You Know von Pentotonix
usw.

Genäht:
Nicht viel. Einer Freundin beim Nähen geholfen und für mich einen WKSA 2019-Rock angefertigt. Ach ja, Lauras Kleid vom letzten Jahr fertiggestellt.
Noch mal ach ja, eine Hose habe ich ja auch genäht und eine Bluse, die nur noch auf Knopflöcher wartet. Die Knopflöcher sind dann ein Fall für die neue Nähmaschine! 😂


Ich wünsche allen Lesern viel Gesundheit und einen besinnlichen 4. Advent 2019.

Martina

Freitag, 29. November 2019

WKSA 2019

Ich bin ja bekennender Weihnachts-Fan. Ich liebe Glanz und Glitter. In meiner Fantasie ist Weihnachten friedvoll und fromm, winterlich weiß, seelig und sorglos. Natürlich klafft zwischen meiner Fantasie und der Realität eine große Lücke, aber wünschen - wünschen darf ich mir das schon.💝
Ich mag auch die alljährliche Wiederkehr: Plätzchen backen, Adventskranz binden, die Wohnung schmücken und natürlich - da wären wir nun beim Thema - den WSKA 2019.

Auf vielen Blogs, die beim diesjährigen WKSA mitmachen, habe ich gelesen, dass man eigentlich gar keine Zeit für das gemeinsame Nähen hat. Mir geht es ja genauso. Die Zeit ist knapp, viele andere Dinge sind mega wichtig und müssen bis zum Jahresende unbedingt erledigt sein! Shit happens - ist halt so.
Jedenfalls möchte ich gerne beim diesjährigen WKSA mitmachen und habe mal nachgeschaut, was ich wann für den WKSA genäht habe.

Rückblick und Pläne

  • Ich habe 1000 Ideen und kann mich nur schwer entscheiden
  • Ich weiß schon genau, was ich will, aber mir fehlt noch der Stoff 
  • Ich habe feine Stöffchen, aber noch kein konkretes Projekt

Weihnachten 2018
Nichts - war ein "Scheiß-Jahr". 😔

Weihnachten 2017
Ein Kleid aus der Burda-Moden 12/1998. Ich mag diese Schnittführung unglaublich gerne und habe das Kleid auch gern getragen.


Weihnachten 2016
Da habe ich wohl den WSKA geschwänzt. 😇 Allerdings habe ich mir in dem Jahr ein Weihnachtskleid genäht! Das Kleid finde ich ansich total schön, aber es ist so schwer und auch so steif wie eine Ritterrüstung.
Beim Kleid ließ ich mich vom Titelmodell der Burda-Moden 12/2016 inspirieren.



Weihnachten 2015
Das unvollendete Vogue-Kleid V1312 Lynn Mizono. Inspiriert wurde ich durch die russische Designerin Roksanda. (Die neue Kollektion von Roksanda finde ich übrigens zum Niederknieen schön!)



 
Weihnachten 2014
Eine Rock-/Blusen-Kombination. Beides trage ich immer noch gerne.


Pläne

Für das Weihnachtsfest 2019 ist mal wieder eine Rock-/Blusen-Kombination geplant. Den Rock habe ich gesehen, gesehen, gesehen und vergessen zu atmen. Ok - vielleicht ein bisschen übertrieben. Geatmet habe ich schon, ansonsten könnte ich hier jetzt nicht mehr schreiben. Ich will ja nur deutlich machen, dass ich total begeistert war - sowas von begeistert!

(Bildquelle: Vogue-Magazin)

Der Rock stammt aus der Christian Dior Ready-to-Wear-Fashion-Show 2019.

Als Schnittmuster fungiert das LaForme-Schnittmuster 605.

 (Bildquelle: LaForme)

Den Stoff habe ich bei stoffe.de geordert. Es ist ein Baumwoll-/Polyester-/Elasthan-Gemisch in altgold.

Das Modell möchte ich ein bisschen verändern - etwas alltagstauglicher gestalten. Es ist mir ein bisschen zu viel an Stoff. 😉

Da bauchfrei nicht meine erste Wahl ist, werde ich ein schwarzes Oberteil nähen (oder etwas Vorhandenes aus dem Kleiderschrank nehmen).

Mein ganz großer Dank geht an das Team des MMMs. Ich finde es großartig, dass ihr diesen weihnachtlichen Sew-Along jedes Jahr aufs Neue präsentiert und begleitet. Das ist ganz wundervoll!

Liebe Grüsse
Martina




Mittwoch, 9. Oktober 2019

Monatsrückblick September 2019


The Real Life
Der Monat September 2019 zeichnete sich durch seine grandiose Langeweile aus. Ja, wirklich - ich liebe Langeweile! Ich hasse Stress und Dinge, auf die ich keinen Einfluss nehmen kann. Und das Letztere finde ich tausendmal schlimmer: Warten - zittern - hoffen - fürchterlich! Aber ich bringe mal wieder alles durcheinander. Und - ganz ehrlich - so langweilig war der September dann doch nicht. (Merkt man so im Rückblick. 😉)

Anfang September musste ich mit meiner Katze Cookie zum Tierarzt. Eine große OP stand für das kleine Tier an. Es musste eine Riesen-Geschwulst an den Milchdrüsen entfernt werden. Cookie hat die OP und den Heilungsprozess gut überstanden. Aber es war eine aufregende und schlaflose Zeit. (Bei jedem Mauzen bin ich aus dem Bett gehüpft.)


Das Feier-Highlight im September war das Oktober-Fest auf der HNA-Wiesn. Hollaradijo! Ich bin nicht wirklich der Oktober-Wiesn-Freund. Nein, noch nicht mal annähernd. Aber mein Gatte Hartmut findet es toll, mit seinen Ski-Freunden die "bayerische Seele" rauszulassen! Und ich finde es toll, einen Abend mit meinem gutgelaunten Gatten zu verbringen. Also - eine Win-Win-Situation.


Abgesehen davon kleidet so eine Lederhosen ein Mannsbild ausgesprochen gut!
Ja, ihr seht richtig - auch ich trage Hosen! Bisher ist mir noch kein Dirndl unter die Finger gekommen, dass mir gefallen hat.
Nähen wäre vielleicht eine Alternative. 😀

Im September haben wir kleine Spritztouren mit dem Cabrio unternommen. Besonders gut hat mir das ehemalige Zisterzienserinnen-Kloster Haydau in Altmorschen gefallen. Es wurde von dem Unternehmen B. Braun Melsungen zu einem Tagungshotel umgebaut.




 


Jetzt komme ich noch auf meinen Anfangsabsatz zurück. Ende September wollte Laura mit ihrem Freund Lukas in den wohlverdienten Urlaub fliegen - und zwar - ihr werdet es nicht glauben - mit Bucher-Reisen!
Bucher-Reisen sowie Neckermann waren für mich bis Ende September urdeutsche Touristikunternehmen. Ja, so kann man sich täuschen.

Dass ein Unternehmen Insolvenz beantragt, ist leider nicht ausgeschlossen. Das will ich auch nicht thematisieren. Was mich mächtig aufgeregt hat, ist die Art und Weise wie Thomas Cook vorgegangen ist. Seine Kunden von jetzt auf gleich fallen zu lassen, dass ist wahrlich nicht die feine englische Art.

Laura und Lukas wollten am Sonntag, den 29.09. in den Urlaub starten. Erst am Donnerstagnachmittag bekamen die Kinder die Bestätigung, dass ihre Reise nicht stattfinden wird. Vier unnötige Tage, die wir mit Warten - Zittern - Hoffen verbracht haben. Eine "Scheiß-Situation". (Ich weiß, dass es andere viel schlimmer getroffen hat. Trotzdem habe ich mich sehr geärgert!)
Am Donnerstagabend hatten wir dann das Hotel über einen anderen Anbieter buchen können und am Sonntag ging es für die beiden los. (Ja, ich weiß, dass das für viele auch nicht möglich war und es tut mir für diese Menschen, die sich das ganze Jahr auf ihren Urlaub gefreut haben, ausgesprochen leid.)

Noch am Samstagmorgen sagte meine Tochter zu mir, dass sie sich so gar nicht auf ihren Urlaub freue. Und ganz ehrlich: Ich konnte sie gut verstehen. (Aber jetzt ist alles super! Schöne Anlage, toller Strand und Sonnenschein!)



Nähwelt
Die Westen sind fertig!
Die westen sind fertig!
Die Westen - fertig!
Ich kann es mir gar nicht oft genug sagen: Die Westen sind fertig! (Ok, da ist noch viel Arbeit dran, aber die muss ich nicht mehr machen!) Allerdings unterstütze ich das Nähteam des CCFs so gut ich kann. Ich nähe alles - nur - es darf weder türkis noch lila leuchten.😁


Da ich mit den Westen fertig bin, kann ich mich auch wieder auf meine Kleidung konzentrieren. Ich habe gerade ein Cord-Kleid fertiggestellt, dass ich gar nicht mal so fürchterlich finde.

Des Weiteren habe ich es geschafft, Tragebilder für den MMM Oktober 2019  anzufertigen. Im Juni habe ich diesen Rock genäht.


 


Ich bin ein Riesenfan von Maria Grazia Chiui, der neuen Creativ-Direktorin von Dior. Ihre Resort Collection 2019 mit den Toile de Jouy-Drucken fand ich zum Niederknien. 😍 Pure Inspiration!


Ja, und dann die Riesenfreude: Ich bin dabei!
Ich darf mich auf die anNÄHerung Bielefeld in Januar 2020 freuen. Und Mädels, das tue ich!!! 💖

Nählektüre
Schnittdesign in der Mode: Haute Couture
Zur Hölle mit der Mode

 
Gelesen:
Schuss und Asche - Jana De Leon (Krimimehrteiler und ausgesprochen nett)
Vino Furioso - Carsten Sebastian Henn (Krimimehrteiler mit einem liebenswerten Koch)
Lichtertod - Iris Mueller (Nett, kam aber erst am Schluss in Fahrt)
Vernichtung - David Lagercrantz (💓💓💓 - In vier Abenden war der Krimi zu Ende gelesen und ich todtraurig, dass das Buch zu Ende war.)

Gekauft:
Am Samstag, den 21.09. veranstaltete Frau Seidl von (ehemals) Knopf und Kragen einen kleinen intimen Stoffmarkt. Zweimal jährlich findet dieses Event statt und ich freue mich jedesmal wie "bolle" auf diese Termine. Natürlich ging ich nicht leer nach Hause.😊


Ach ja, Schuhe gab es auch mal wieder. 😇


Ich freue mich auf:
- die Geburtstage
   11.10. = 60 Jahre
   12.10. = 2x50 Jahre - 100 Jahre
   15.10- = Maximilian - eine Tour nach Bochum ist geplant!
   25.10. = noch einmal 60 Jahre
- die Events
   18.10. = Krimidiner in der Orangerie in Kassel
   19.10. = Nähcoaching mit Inge Szoltysik-Sparrer in der Nähzeile Göttingen

...und dass meine Tochter wohlbehalten aus ihrem Urlaub zurückkehrt! 💟

Soderle, das war - in groben Zügen - mein September 2019.

Tschüss,

Martina




Montag, 9. September 2019

Wieso blogge ich eigentlich?

Wieso blogge ich eigentlich bzw. wieso blogge ich eigentlich nicht mehr? Diese Frage habe ich mir Anfang der Woche gestellt, nachdem ich auf dem Blog Langsame Schildkröte einen Monatsrückblick gelesen habe. Plötzlich wurde mir klar, dass ich - anfangs - das Bloggen als persönliches Tagebuch genutzt habe. Ok, mehr als Nähtagebuch. Ich fing bei den Hobbyschneidern mit dem Bloggen an. Ich wollte nicht nur von dem Wissen und den Inspirationen von anderen providieren, sondern auch meinen kleinen Beitrag zur Nähcommunity liefern. Nach einiger Zeit bin ich dann in die "richtige Bloggerszene" eingestiegen. Das war auch total cool. Die Möglichkeiten des gemeinsamen Nähens - weit über meine Ortsgrenzen hinaus - oder die übersprudelnde Kreativität der Hobbyschneiderinnen sind/waren einfach nur gigantisch. Ganz angetan bin/war ich von den daraus entstandenen realen Treffen mit den Hobbyschneiderinnen - ein Traum! (Auf diesen Traum möchte ich auch nicht mehr verzichten und freue mich unsagbar auf die anNÄHerung Süd. Ich zähle schon die Tage! Apropos: Gibt es im nächsten Jahr die anNÄHerung 2020 in Bielefeld?)

Ja, und dann kam Instagram. Super! Gerade für mich Nichtgerneschreiber. Schnell ein Bild geschossen und ab in das Netz - jippieheije! Die Likes folgenden prompt. Bloggen war altbacken und uncool- Instagram war hip! Allerdings merkte ich, dass die schöne heile Glamour-Welt bei Instagram ganz schön trügerisch ist. Die - mal eben schnell - geschossenen Fotos wurden bearbeitet was das App-Repertoire hergibt. Aber das will und wollte ich nicht! Das ist nicht mein Ding! So komisch es sich auch anhört, ich bin sehr zufrieden mit meinem Alter und meinen Leben. Warum sollte ich das Retuschieren?

Des Weiteren fühlte ich mich durch Instagram und seine Likes gestresst. Ich bin nicht so der Vielnäher - ich bin eher der Genuss-Näher. (Mich befriedigt der Prozess des Entstehens - das allmähliche stetige Wachsen!) Darum habe ich auch einen relativen niedrigen Output und desterwegen wenig Instagram-Beiträge. Im Grunde vollkommen okay, aber...
- Man könnte ja schnell ein Bild machen
- Man könnte ja schnell einen Text schreiben
- Man könnte ja schnell die Hastags heraussuchen
- Man müsste diesen tollen Sonnenuntergang posten
- Man müsste dieses tolle Outfit dokumentieren (aber erst einmal bügeln)
- Und für dieses eine Bild bekommst du mindestens 1.000.000 Likes!
Das stresst mich! Und ich wollte niemals bloggen oder instagrammen, um mich zusätzlich noch zu stessen. Dafür habe ich mein reales Leben!

Jetzt komme ich auf meine Anfangsfrage zurück: Warum blogge ich? Ich möchte wieder etwas an die Nähcommunity zurückgeben - klar, aber ich möchte vor allem mir etwas zurückgeben! Gedanken, Ideen, Erinnerungen. Das wurde mir sehr eindringlich bewusst, als ich den Monatsrückblick von Langsame Schildkröte gelesen habe. Ja, das möchte ich. Das ist eine schöne Vorstellung.

Monatsrückblick August 2019

The Real Life
Anfang August weilten Laura, Hartmut und ich auf Kreta im Creta Maris Beach-Hotel. Es war faulenzen par exellence angesagt. NICHTSTUN - aber das ausgiebig!




Ende August stand für Hartmut und mich sowie zwei Freunden ein Kurztrip nach Südtirol an. Konstanz, Innsbruck, Meran, Bozen und 3 Tage Bardolino am Gardasee.

 Konstanz - Abendstimmung Allensbach

 Timmelsjoch

 
 Sella Ronda - Sellajoch







 
Bardolino - Hotel Alla Riviera



Dazwischen musste ich meinem Bürokram erledigen.
Das größte Highlight im August war die Einweihung unserer Dachterrasse.



Nähwelt
Eine Bluse habe ich geschafft und zwar das Cuff Top von The Assemblyline aus einem Tencel. Beides habe ich im Online-Shop von Juni-Design gekauft.


Seit Wochen werkele ich an einem Hemdblusenkleid. Allerdings ist das nur ein Nebenschauplatz. Meine derzeitige Nähwelt besteht aus Westen - WESTEN- westen - WeStEn- westeN - wesTen. 30 Stück!

Nählektüre:




Dior Catwalk: The Complete Collections
Chanel Catwalk: The Complete Karl Lagerfeld Collections

Gehört
Die drei ???: Feuriges Auge (Folge 200)

Gelesen
Madame le Commissaire und der tote Liebhaber - Pierre Martin
Jubilate! - Johanna Alba
Guglhupf-Geschwader - Rita Falk

Gesehen
König der Löwen im Original mit griechischen Untertitel - im Open-Air-Kino des Creta-Maris-Beach-Hotels

Gekauft
Schuhe - werfen wir das Mäntelchen des Schweigens über diesen Kauf



Und ein paar Stöffchen sind in den Einkaufskorb gewandert - welch Wunder!?!

(Schuh- und Stoff-Käufe fallen unter Lustkauf - völlig unnötig, aber so schööööön!)

Ich freue mich auf:
Ich freue mich auf den Altweibersommer! Noch einmal mit Freunden draußen sitzen und Eis schlemmen.

LG Martina

PS: Danken möchte ich Sabine, dass sie mir "das Bloggen" zurückgegeben hat!



Mittwoch, 7. November 2018

MMM 7. November 2018 - Kleidchen für das Kindchen

Es kommt ganz ganz selten vor, dass ich für jemanden anderen nähe. Noch nicht einmal die Familie wird beständig benäht. Doch hier und heute möchte ich euch eine Ausnahme vorstellen.


Meine Tochter Laura ist ein Mädchen - ein richtiges Mädchen. Ist ja auch kein Wunder, denn ich lebe ihr das gerne vor. Ich mag frau sein. Ich mag die Möglichkeit, sich nicht zwischen Mode, Schönheit, Kultur, Toleranz, Bildung, Emanzipation, Mütterlichkeit, Feminismus etc. entscheiden zu müssen, sondern alles zu genießen und auszuleben.

Während des Sommers probierte Laura das Hemdblusenkleid DORI von Ralph Lauren an. Die Form gefiel meiner Tochter sehr gut, aber es war rosa. Es gibt ja nun mal wirklich nichts Schlechtes über Rosa zu sagen, aber das Rosa war zu rosa. "Mama, an der Arbeit denken die, ein Baby spaziert ins Büro!".























Des Weiteren hatten wir ein klitzekleines Passformproblemchen. Laura hat Kurven. Bewundernswerte Kurven. (Musste ich aber erst lernen und akzeptieren.) Prinzipiell sind Laura alle Blusen und Kleider über den Busen zu eng. Und wenn sie über dem Busen passen, sitzen die Schultern in Höhe der Ellenbogen. Natürlich habe ich gedacht, alles kein Problem. Hahaha!


Schnitt:
Das Kleid besteht aus zwei Schnitten - jeweils von Burda.
Das Oberteil: Burda Einzelschnitt 7136
Der Rock: Burda Einzelschnitt 6452

Größe:
36. Hätte ich gleich mit der Größe 34 gearbeitet, hätte ich mir so manche Änderung ersparen können.

Stoff:
Ein richtig cooler Streifenstoff. Die Verarbeitung war ein Traum. Markierungen blieben sichtbar, der Stoff verzog sich nicht beim Zuschneiden, Falten wurden weggebügelt, das Vernähen war ein Vergnügen, der Fall akzeptabel.
96 % Baumwolle, 4 % Elasthan - 8,99 €/m vom Stoffhaus am Kö























Verarbeitung: 
Mit dem Stoff zu arbeiten, hat Spaß gemacht. Natürlich habe ich mir die Arbeit erschwert, in dem ich penibel auf den Streifenverlauf geachtet habe. Ja, man kann auch schmale Streifen zählen! Ich weiß auch, dass das albern ist, aber ich kann nicht aus meiner Haut und würde diese Disharmonie irgendwann wieder auftrennen und neu zusammennähen.
Ok - zurück zur Verarbeitung. Als erstes haben wir ein Probeteilchen angefertigt, um die Passform zu checken. Nachdem dies mehr oder weniger geglückt war, haben wir uns an das Kleid gewagt. Grob zugeschnitten und zusammengeheftet und blöd geguckt. Warum hat das Probeteil gesessen und dies hier so ganz und gar nicht? Grübel-grübel-grübel! Schlussendlich habe ich am lebenden Modell das Oberteil in Form gesteckt. Der daraus resultierende Taillenabnäher hat mich regelrecht fasziniert. So hätte ich niemals einen Abnäher vernäht, aber das Trageergebnis hat mich völlig überzeugt. Übrigens habe ich die Taillenweite auf zwei Abnäher pro Seite verteilt. Ein Abnäher hätte die Fülle des Stoffes nicht aufnehmen können. Der Differenz zwischen Taille und Oberweite beträgt ungefähr 30 Zentimeter.
Nachdem das Oberteil passte, war der Rest schnell erledigt. Schnell = 1 1/2 Monate. (Kurz eine Info in eigener Sache: Der Stand meines Anzuges von der anNÄHerung Süd = Hose und Jacke sind jetzt fast fertig. Vielleicht schaffe ich es bis Hamburg! Das zum Thema "schnell nähen".)


Fazit:
Das Wetter ist zwar superschön, aber nicht für diese Art von Kleidern. Das Kleid schreit nach Sonne, Meer und Möwen. Es ist ein Sommerteilchen. Laura hat es mir zu liebe angezogen und sich fotografieren lassen. Dass sie nun ein Kleid besitzt, was ihr richtig passt, gefällt ihr gut. Deshalb haben wir auch schon Stoff für ein weiteres Kleidchen eingekauft.


So, nun werde ich schauen, was es Neues bei den MMM-Hobbyschneiderinnen gibt. Es ist der erste Mittwoch im Monat und da zeigen begeisterte Hobbyschneiderinnen, was sie zusammengestichelt haben. Immer wieder eine riesige Inspirationsquelle.

Ich sage nun Tschüss und bis bald

Martina

Nachspann:
Kleid - MaxLau
Stiefel - keine Ahnung
Mantel - keine Ahnung
Tasche - keine Ahnung, aber halt: HALLO, das ist ja meine!
Katzentier - Eumel
Fotograf - weiß ich, nämlich  ich