Mittwoch, 14. Oktober 2015

MMM 14.10.2015 - Ich mal wieder

Upps, mein letzter Posteintrag stammt vom 29.07.2015. Wer jetzt meint, dass im Hause MaxLau dann ja nichts los war, irrt sich gewaltig. Hier tobt das Chaos. Ich war-bin-(werde) fix und fertig (sein). Wir sind nämlich am umziehen. Bisher habe ich dies nur einmal gemacht, und zwar vor 28 Jahren. Da bin ich von meinen Eltern zu meinem Mann gezogen. Was sich in knapp 30 Jahren ansammelt, kann sich keiner vorstellen. Vor allem hatten wir Platz - viel Platz - sehr viel Platz.
Kurz vor der Umzugsorgie fand unser Urlaub statt. Wir wollten auf diese kostbare Woche nicht verzichten und flogen in die Türkei. Eine Woche Türkeiurlaub bedeutet für mich Entspannung pur. Ich kann dann sofort abschalten und relaxen. Eine Woche lang wird sich nur um mich gekümmert. Die schwierigste Entscheidung, die ich dann treffen muss, ist, ob ich meinen Kaffee mit oder ohne Milch wünsche. Dies bekomme ich auch gerade noch hin! *grins*


Da ich seit gefühlten 100 Jahren bzw. seit 3 Monaten nichts mehr genäht habe, möchte ich euch mein diesjährig - heißgeliebtes - Urlaubskleid zeigen. Es ist eine Anna von By Hand London.
In der Nähkommunity hatte ich diesen Schnitt schon häufig bewundert. Aber das "Unbedingt-Haben-Wollen-Gefühl" stellte sich bei der gelungenen Version von Cut and Baste ein.

















Größe: UK 12 
(Das muss man mir doch sagen, dass es zwischen Amerika und England Größenunterscheide gibt. Wie blöd ist das denn! 
Allerdings schmeichelt der Gedanke eine Größe 12 tragen zu können ungemein.
Hallo, ich nehme noch ein Kügelchen Eis mit Sahne!)


Stoff: 100 % Polyester - Leodruck vom Stoffhaus am Kö zum Preis von 29,90 €/m
Eigentlich bin ich für alle Stoffarten offen. Trage aber am liebsten natürliche Fasern. Ich entdeckte diesen Stoff im Stoffhaus und musste ihn sofort ankrabbeln. Mhhh - herrlich - angenehm - toller Fall - klare Farben - Was ist das denn nur? Mein erster Gedanke schoss in Richtung Seidensatin - auch wegen dem nicht unerheblichen Preis. Aber der Druck war nur auf einer Seite klar und deutlich, was nicht unbedingt für Seidenstoffe spricht. Ja, und dann 100 % Polyester. *Schluck* 
Ich bin ein Kind der 60er/70er Jahre. Kenne noch die aus 100 % Polyester gefertigten hautengen Rollkragenpullover. Müffelgeruch garantiert! Doch dieser Stoff zeigt, dass sich seit damals viel getan hat. Er hat eine wunderbare Qualität.

Änderung an dem Schnittmuster und die Verarbeitung des Modells:
- etwas Ähnliches wie eine FBA eingefügt
- Halsweite eingekniffen
- Oberteil gekürzt
- Länge des Rocks geküüüüürzt. (Die Modells bei BHL müssen riesig sein!)

Ich habe mir den Sew-Along von BHL zu Gemüte geführt und mich daran orientiert. Zum Beispiel habe ich den vorderen Schlitz per Hand versäubert. 
Da der Nähprozess vor so langer Zeit stattgefunden hat, weiß ich gar nicht mehr genau, was ich noch gemacht habe. *urgs*


















Nähfazit:
Der Stoff ließ sich hervorragend verarbeiten.

Tragefazit:
"Wann wird's mal wieder richtig Sommer...Lalala" Schon jetzt warte ich sehnsüchtig auf den kommenden Sommer, damit ich das Kleid wieder anziehen kann. Ich vermisse dieses wunderbare Tragegefühl. Der Stoff schmiegte sich sanft um den Körper und wehte bei jedem Schritt. Ich fühlte mich so leicht und lebendig in diesem Kleid!

Natürlich hat es auch einen Grund, warum ich gerade heute mir die Zeit nehme, um zu bloggen. Ich bin neugierig und denke, dass sind andere auch. Am kommenden Wochenende fahre ich nach Würzburg zur   anNÄHerung Süd, dass von Alexandra (Mama-macht-Sachen) organisiert wird. Ich freue mich tierisch. 
Und - hallo - das bin ich.
MaxLau
Ähm: Martina

So, jetzt werde ich schauen, was beim MMM los ist. Lucy führt durch das verfrühte Winterprogramm (Bei uns schneit es!!!) in einer tollen Version des Lagerfeld-Burda-Klassiker-Rockes.
Bis bald
Martina
Nachspann:
Kleid - MaxLau
Schuhe -bequeme Sommerlatschen
Tasche - (Hatte die einen Namen?)
Fotos - Göttergatte und Laurakind



 Zum Schluss ein kleines Ratespiel: Wer schoss welche Fotos????




Mittwoch, 29. Juli 2015

MMM 29.07.2015 - Ich packe meinen Koffer

Ich weiß noch gar nicht so genau, ob ich in diesen Sommerferien meinen Koffer packen werde. Wenn, dann wird das eine spontane Aktion. Und was ich in meinen Koffer werfen werde, wenn ich im Oktober zur Annäherung nach Würzburg und eventuell im November nach Köln zum Bloggertreffen fahren werde, das steht noch in den Sternen.

(Schwarz ist echt blöd zu fotografieren. Der Stoff ist schwarzgrundig und die "Pastellfarben" sind richtig leuchtend.) 

OK, gehen wir mal davon aus, dass wir einen spontanen Trip ans Mittelmeer machen. Dann werde ich auf jeden Fall mein neues Wickelkleid einpacken. Das kann man nämlich knautschen, knuddeln, stopfen und wenn man es dann ausschüttelt, sofort wieder knitterfrei anziehen. 

Schnitt: McCall's 6959























Größe: 
Nach der Maßtabelle habe ich die 16 gewählt. Das war viel zu groß.

Stoff: 
Viskosejersey vom "Soffhaus am Kö" zum Preis für 19,95 €/m

 (Beweisfoto: Es wird gewickelt!)
 
Änderung an dem Schnittmuster und die Verarbeitung des Modells:  
Ich verfolge den MMM regelmäßig und bin jedesmal von den gezeigten Wickelkleidern begeistert. Darum stand für mich fest, dass auch ich wickeln will! Nur in welchen Schnitt will ich mich einwickeln lassen. Es gibt so viele! Möchte ich in Webware oder Strickware gewickelt werden? Schwere Entscheidung! 
Im Frühjahr war ein toller Wickelkleiderschnitt in der Burda. Diesen und einen meiner Stoffschätze  wählte ich dafür aus. (Den Stoffschatz hatte ich letztes in Bielefeld beim Hobbyschneiderinnentreffen gekauft.) Ich will es gar nicht so spannend machen, denn die ganze Aktion endete im Desaster. Stoff futsch, Schnitt fürchterlich - Stimmung miserabel. Was mache ich falsch?!? Ich bringe sogar die viel gepriesenen Rundungen mit, die angeblich optimal zu Wickelkleidern passen. 

Ich wollte diesem Kleidertyp (und auch mir) noch eine Chance geben und wählte Jersey (mein heißgeliebtes Hassmaterial).
Beim Schnitt machte ich die üblichen Änderungen:
- Brustabnäher nach unten versetzen
- Halsausschnitt einkneifen, damit er besser am Körper anliegt
- oberes Rückenteil kürzen
- Taillennaht nach oben korrigieren (Habe ich eigentlich einen sichtbaren Oberkörper?)

Nach der Anprobe verschmälerte ich das Oberteil an den Seitennähten um einige Zentimeter und entschied mich für ein innenliegendes festes Taillenband. Der Jersey ist so schwer, dass der Rock nicht an seinem Bestimmungsort bleiben würde. Des Weiteren sicherte ich das Oberteil mit einem Druckknopf. Ich will nicht ständig schauen, ob mein Oberteil unzüchtig aufklafft. Anstatt eines Bindebandes wählte ich zum Schließen ebenfalls Druckknöpfe.


Nähfazit:
Mein Jersey war bestimmt gar kein Jersey, denn ich mag Jersey nicht. Diesen Stoff habe ich geliebt. Schon die Haptik war großartig. Schwer, glatt und fließend - nicht - glitschig, verbeult und flutschig. Markierungen  und Stecknadeln blieben da, wo ich sie hingesetzt/-gesteckt hatte. Bügeleisen brauchte ich nur, um die Vlieseline auf- und die Nähte auszubügeln. Auch meine Maschine nähte den Stoff einwandfrei. 
Muss ich jetzt meine Vorlieben neu überdenken? 


Tragefazit:
Kann man sich noch mehr als Frau fühlen als man eigentlich ist? Wenn ich das Kleid anziehe, beginne ich zu lächeln, stehe gerader und laufe beschwingter - alles ist irgendwie leichter.



So, jetzt werde ich schauen, was beim letzten MMM vor der Sommerpause los ist. Wiebke führt durch das Sommerprogramm  im leuchten schwarzen Jumpsuit.

Bis bald

Martina

Nachspann:
Kleid - MaxLau
Schuhe - Think
Tasche - TKMaxx
Fotos - Göttergatte

Mittwoch, 15. Juli 2015

MMM 15. Juli 2015

50
                            50
                                                    50
                                                                             50
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                                                                                                                                  50


Ja, die 50 verfolgt mich!


Ich bin Jahrgang 1964 und viele meiner Freunde mehr oder weniger ebenfalls. Das heißt, dass seit geraumer Zeit eine 50er-Feier die nächst jagt. So auch am vergangenen Samstag. Daniela, meine Kindergarten-/Grundschul-/Teenager-/Wir-sind-jetzt-selbst-Mütter-Freundin feierte diesen runden Geburtstag.

Kindergartenausflug im Jahre 1970 auf die Weizenkammer in Großalmerode.

Die Feier stand unter dem Motto: blau/weiß. Die Farben unserer gemeinsamen Heimat.
Die einzigen Kleidungsstücke, die ich in blau besitze, sind Jeanshosen. Ich mag blau nicht so besonders und deshalb vernachlässige ich diese Farbe mit gutem Gewissen. Allerdings brauchte ich nun was Blaues - und Jeans und Shirt wären mir nicht festlich genug gewesen. Ich brauchte noch ein "Bäng"-Teil. Etwas was die Jeans edelt und dem Anlass würdig ist. Mir kam sofort die Chloe-Jacke in den Sinn. Das erste Mal sah ich sie an Wiebke und da war es um mich geschehen. Beim Bloggertreffen in Leipzig hoffte ich, dass ich die entsprechende La Maison Victor beim Stoffekontor erwerben könnte. Natürlich fehlte genau diese Ausgabe und deshalb orderte ich den Einzelschnitt direkt beim Verlag.

Schnitt: La Maison Victor - Chloe

Größe: 42

Stoff:
Boucle aus Mischgewebe mit einem hohen Anteil Baumwolle vom "Stoffhaus am Kö" zum Preis von 59,-- Euro/m (abzüglich 20 % Osterrabatt!!)
Futter: Baumwoll-Seiden-Batist vom "Stoffhaus am Kö" zum Preis von 15,-- Euro/m











(Na ja, ganz ehrlich! Der Grat zwischen Edel-Jäckchen und Morgenmantel ist sehr, sehr schmal!)









Änderung an dem Schnittmuster und die Verarbeitung des Modells:
Es waren auch hier die üblichen Änderungen nötig. Das heißt:
- Brustabnäher absenken (Nachher musste es wieder nach oben korrigiert werden. Yeah!)
- oberes Rückenteil um 1,5 cm kürzen
- Ärmel ebenfalls um 1,5 cm kürzen
- Ärmelfülle reduzieren
Änderungen, die das Modell betreffen:
- vordere Mitte abändern
- Pattentaschen einsetzen
Das Modell ist eigentlich "rucki-zucki" zu nähen. EIGENTLICH! Aber wenn Pattentaschen, die dann noch mit einer selbstgestalteten Borte verziert sind, anstatt Seitentaschen und Futter sowie ausgefranzte Säume hinzukommen, dann ist es eigentlich kein "Rucki-Zucki"-Projekt mehr und kostet Zeit. Zeit, die ich momentan nicht habe und so saß ich Samstag Mittag an der Jacke und nähte noch schnell die Verschlüsse an.


Fazit:
Bin ich mit meiner Jacke glücklich? Ich weiß es nicht. Vielleicht war der Geburtstag nicht das richtige Event für diese Jacke. Denn dafür war sie einfach zu edel. Vielleicht ist die Jeans nicht der richtige Partner? Vielleicht ist auch zuviel "Getöns" an der Jacke? Vielleicht sollte ich sie ein bisschen abspecken? Ach, ich weiß es nicht.
Nicht, das ihr mich falsch versteht. Ich habe mich wohlgefühlt in meiner Jacke, aber es ist nicht die heiße innige Liebe. Es ist mehr ein distanziertes Miteinanderauskommen.

So, nun werde ich mal schauen, was die Mädels beim MMM machen. Meike begleitet uns durch das Sommerprogramm. Ich verbleibe

bis bald

Martina

Nachspann:
Jacke Chloe - MaxLau
Jeans - Zero
Sonnenbrille - by retrosuperfuture
Schuhe - Die ziehe ich im Sommer gerne an.
Auto - Chrysler PT Cruiser
 Fotos - Göttergatte: Und es klappt immer besser mit den Bildern!

Bild hat schon was von:
Mein Auto
Mein Haus
Mein Boot

Mittwoch, 1. Juli 2015

MMM 1. Juli 2015 sowie Oberteilschwäche im Juni

Ich bin ja schon ein bisschen Stolz auf mich, denn ich bin immer noch bei der 12 Tops-Challenge Juni dabei. Die Aktion hat mir bereits 6 Oberteile beschert, die ich gerne trage. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken.


Das heutige Top ist das Probeteil vom Top der vergangenen Woche.

Schnitt: Meine Nähmode - Simplicity - 02/2015

Größe: 42

Stoff:
100 % Leinen von MaxLau (Ja, ich habe ein eigenes gutsortiertes Stofflager. Nein, so ist es nicht. *grins* MaxLau bedeutet, dass der Stoff aus meinem Vorratslager stammt und ich nicht mehr weiß, woher ich ihn habe.)

















Änderung an dem Schnittmuster und die Verarbeitung des Modells:
Inspiriert wurde ich durch Amal Clooney, die ein Giambattista Valli Top trug. Da es natürlich keinen passenden Schnitt gab, versuchte ich den oben genannten Simplicity-Schnitt wunschgerecht umzuändern. Das Vorderteil sowie das Rückenteil spreizte ich solange auf, bis ich die gewünschte Weite erreicht hatte. Danach verlängerte ich nur noch das Rückenteil. Im Grunde ein stinklangweiliger unaufgeregter Schnitt, der nur aus zwei Teilen besteht. Allerdings....oder gerade darum stimmt die Passform nicht. Ich sollte halt kein Top aus Webware tragen, ohne eine Full-Bust-Alternation durchzuführen. *Versuch macht klug!*
Das Top habe ich mit Schrägband versäubert und einen Reißverschluss eingesetzt.




Fazit:
Das Leinen trägt sich wunderbar. Es ist der richtige Stoff für die kommenden heißen Tage. Der Schnitt trägt auf! Er macht definitiv einen schlanken Fuß - aber auch nur einen schlanken Fuß. Normalerweise trage ich solche ärmellosen, a-förmigen Teile nicht besonders gerne, da ich damit noch viel fülliger aussehe. Außerdem mag ich meine Oberarme nicht besonders. Sie sind der Inbegriff der Winke-Winke-Oberarme (Fürchterlich!) Aber...aber manchmal stehe ich darüber und will es einfach nur bequem, locker, umspielend, leicht, luftig und modern.

So, nun werde ich mal schauen, was die MMM-Mädels heute tragen. Monika führt in einem sommerlichen Viscose-Kleid durch das Programm.



Bis bald

Martina

Nachspann
Shirt - MaxLau
Jeans - TK Maxx
Schuhe - ???, nein nicht von den 3 Fragezeichen. Es steht einfach kein Name in den Schuhen.
Geschmeide - Bling, bling von verschiedenen Anbietern
Fotos - Es fehlt der Kopf, es fehlt das Bein, der Göttergatte wird's wohl sein.

Mittwoch, 24. Juni 2015

MMM 24. Juni 2015

"Das Top habe ich gekauft." Dies versuche ich mir seit Tagen einzureden, denn - für ein von mir genähtes Teil - ist es außerordentlich schlecht. Da gibt es aber auch nichts zu beschönigen, das ist einfach so! Ich bin halt kein Schnellnäher und das Top wollte ich sofort.


Ich bin seit vielen Jahren Leser bei den Hobbyschneiderin24 und da hat vor ein paar Wochen das Mitglied "samba" ein Top von Giambattista Valli vorgestellt. Ich war hin und weg. Einerseits von dem Top und andererseits von Amal Clooney, die dieses Top trug. Das, was sie trägt, entspricht genau meinem Beuteschema. Gute Stoffe, witzige Schnitte, ein gekonnter Stilbruch und schöne Schuhe.


Da in meiner Heimatstadt Großalmerode das alle 5 Jahre wiederkehrende Heimatfest stattfand, war natürlich auch ein Grund vorhanden, dass Top zu nähen. Denn bis dato hatte ich ja gar nichts zum Anziehen. Blöd nur, dass das Fest dann so schnell kam und ich nur noch zwei Abende zum Nähen hatte.

Da es diesen Schnitt nicht zu kaufen gibt, war ich "gezwungen", einen vorhandenen Schnitt abzuwandeln. Da ich mir bezüglich der Passform nicht sicher war, nähte ich ein Probemodell aus dünnen Leinen. Dies passte ganz gut. Nur der Fall des Stoffes gefiel mir nicht. Aber das ist ja nun auch kein Wunder, denn Leinen und mein geplanter Seidenstoff sind zwei völlig verschiedene Stoffarten.


Apropos Stoffe: Sprechen eure Stoffe auch mit euch? Meine tun das. Der Leinenstoff sprach: "Ich bin ein guter Sommerstoff und dein gewählter Schnitt gefällt mir gut. Du wirst viel Freude mit mir an heißen Sommertagen haben." Auch der Seidenstoff sprach in ehrlichen Worten zu mir: "Martina, das was du da vor hast, das klappt nicht mit mir. Ich bin nur ein kleines Stückchen Stoff und du brauchst ein bisschen mehr als mich. Hebe mich auf. Meine Zeit wird noch kommen!" Ach, so ein Blödsinn dachte ich mir. Ich bin der Meister und werde das schon regeln. Außerdem wollte ich genau diesen Stoff für dieses Projekt und da bin ich dann auch stur.























Letztendlich habe ich den Schnitt auf den Stoff gezirkelt (war wirklich knapp), die Teile ausgeschnitten, zusammengenäht, versäubert (Na ja, mit viel Fantasie kann man das als versäubern bezeichnen. Demnächst gibt es bei Seide wieder Französische Nähte.), Reißverschluss eingenäht und das Finetunig durchgeführt. Mädels, ich habe das Top das erste Mal probiert als der Reißverschluss drinnen war. (Warum auch nicht, ich hatte ja ein passendes Probemodell genäht!) Mädels, dies war ein Fehler - großer Fehler. Mein Top passte nicht. Es war über den Busen zu eng und zog zur Seite. Mein locker gewebter Leinenstoff konnte dies ausgleichen. Der Seidenstoff allerdings nicht.  Und dies mir, der Meisterin der FBA. (Die die FBA weggelassen hatte, da das Probemodell saß und weil - ja weil ich auch zu wenig Stoff hatte. Hätte ich nur auf meinen Stoff gehört. *schnief*) Ich habe versucht, die Nahtzugaben auf ein Minimum zu reduzieren und bin damit nun zufrieden. (Etwas Anderes bleibt mir auch nicht mehr übrig. *grummel*)


Wenn mich jemand auf mein Top ansprechen sollte, werde ich ganz dreist lügen und sagen, dass ich es gekauft habe. Denn diese Arbeit ist wirklich unter meinem Niveau. Das kann ich echt besser! Trotzdem freue ich mich auf die (doch nun bald kommenden) heißen Sommertage, an denen ich mein Seidentop tragen kann. Denn ich werde es auf jeden Fall tragen! Für ein gekauftes Top ist es nämlich gar nicht so schlecht.

Nun werde ich schauen, was die MMM Mädels so tragen. Constanze führt den bunten Reigen in ungewohnt bunter Farbenpracht an. Ich verbleibe

bis bald

Martina

Nachspann:
Top - MaxLau  (Das Top von Giambattista Valli würde ich auch nehmen!)
Jeans - Vögele
Schuhe - Think - da läuft man wie auf Wölkchen
Geschmeide - Keine Ahnung! Zara, H+M, Rossmann, Müller - ich weiß es nicht.
Fotos - ganz entspannt mit mir selber


Mittwoch, 3. Juni 2015

MMM 3. Juni 2015 sowie Oberteilschwäche im Mai

Ich habe seit Anfang April - seit dem Bloggertreffen in Leipzig - nichts, rein gar nicht, überhaupt rein gar nichts fertig genäht. Zwischendurch ein wenig hier und da gestichelt, aber nichts fertiggestellt. Irgendwie war nach ein paar Nähten das Interesse an dem Stück verflogen. Die Interessenlosigkeit schiebe ich jetzt mal dem arktischen Frühling zu, der keine Lust auf schwingende, kurzärmlige Kleider bot. (Aber ab heute soll sich das ja ändern! Wir werden sehen.)
Da ich seit Anfang des Jahres bei der Challenge 12 Tops von Santa Lucia Patterns ununterbrochen (d.h. jeden Monat!)(Apropos: Ab wann erhält man hier Fleißsternchen?) teilgenommen habe, wollte ich wenigstens ein Shirt fertigstellen. OK - mein Projekt nähen die meisten von euch zwischen Nudelkochen und Mittagessen, bei mir dauert es halt (vieeeel) länger.

Schnitt: Vogue 1310

Größe: Vorderteil 44, Hinterteil 42

Stoff: 100 % Baumwoll-Mousseline zu 44,99 €/m vom Stoffekontor Leipzig
Beim Bloggertreffen in Leipzig wollte ich mir als Stoffe-Online-Bestellerin unbedingt das Stoffekontor anschauen. Mir gefiel die Aufteilung zwischen Laden und Nähecke sehr gut. Vorallem die riesigen Atellierfenster, die die Nähecke mit Licht versorgen, fand ich toll.

Das Online-Angebot deckt sich mit den Stoffen im Geschäft. Die Preise leider auch!

Beim Abschneiden meines Stoffes habe ich etwas kennengelernt, was ich eigentlich nur aus der Apotheke kenne. Es wurde millimetergenauestens abgemessen. Dies fand ich wirklich piepig! Nicht das ich etwas geschenkt haben möchte, aber ich kaufe keine Juwelen, die diese Piepigkeit rechtfertigt. Außerdem schaue ich dann auch genauestens, wie der Stoff geschnitten wurde und siehe da, auf einer Seite wurde der Stoff nicht fadengerade abgeschnitten. Tststs. (Mädels, ich bin nicht so. Darauf achte ich nicht, weil ich dies bisher auch noch nie erlebt habe.)

Änderung an dem Schnittmuster und die Verarbeitung des Modells:
Anstatt der vier Schnittteile habe ich nur das Vorder- und Rückenteil ausgeschnitten. Die angegebenen Belege habe ich ignoriert. Ebenso habe ich den schrägen Fadenlauf ignoriert. Den vorderen Halsaussschnitt habe ich eingekneift. Das Rückenteil im oberen Drittel um 2 cm gekürzt.
Halsausschnitt und Ärmel mit Schrägband versäubert. (Memo an mich: Verzichte bei den Ärmeln auf das Schrägband!!! Ist viel zu steif.)





















Bilderklärungen:
Bilder oben: Wieso knipst dieses blöde Dingen so früh bzw. warum knipst es nicht? Oh - knipst doch!
Bild links unten: Wieso fehlt da so viel von mir?
Bild rechts unten: Nochmal ganz genau schauen. Ah ja, so funktioniert das also.

Fazit:
Die Farben gefallen mir an mir ausgesprochen gut. Es sind allerdings keine Farben, die ich als zertifizierte Frühlingstyp tragen sollte. Dies lässt mich allerdings wieder fragen, ob es allgemeingültige Regeln dafür gibt. (Hallo, auch ich erkenne einen Schneewittchentyp! Das ist nicht wirklich schwer. Aber der Rest.....)
Heute Abend gehen mein Mann und ich mit Freunden zur Hessentags-Partynacht. Es treten "Showgrößen" wie Jürgen Drews sowie Mickie Krause auf. Ich sehe das jetzt mal ganz entspannt und werde bis in die Morgenstunden alte Schlager lauthals mitsingen. Zur Partynacht werde ich in Jeans und in meiner neuen Bluse aufschlagen. Mal sehen, ob sich das Outfit bewährt. Jedenfalls fühle ich mich wohl und "sicher" darin.


Doro führt heute im neuen schwungvollen Wickelkleid durch das MMM-Programm. Ich werde mir nun neue Inspirationen holen und verbleibe

bis bald

Martina


Nachspann:
Shirt - MaxLau
Jeans - Diesel
Schuhe - die haben keinen Namen
Uhr - Michael Kors
Geschmeide - ein wenig von hier, ein bisschen von da
Bilder - selbst ist die Frau